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Der GEMA-Wahnsinn 2013
Specials | 17.04.2012 - 11:51:57
Hintergründe zur Bedrohung für unsere Szene
Seite 1: Der GEMA-Wahnsinn 2013

Anfang April stellte die GEMA die neue Tarifstruktur für 2013 vor.  “Die neue Tarifstruktur der GEMA sieht eine Vereinfachung der Tariflandschaft vor und führt zu einer deutlichen Entlastung kleinerer Veranstaltungen”, soweit die Pressemeldung dazu.

Die Realität sieht allerdings erschreckend aus, wenn ab dem 1. Januar 2013 die neuen Tarife wirklich abgerechnet werden sollten. Vereinfacht hat sich in der Tat etwas, denn statt der aktuellen 16 Tarife gibt es nur noch 2. Dabei ist vor allem der Tarif “M-V - für Unterhaltungs- und Tanzmusik mit Tonträgerwiedergabe mit Veranstaltungscharakter” für unsere Szene interessant.

Was macht die GEMA?
Die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (Gema) vertritt die Urheberrechte von mehr als 64.000 Mitgliedern in Deutschland und über zwei Millionen Rechteinhabern weltweit. 

Dazu schließt ein Musikschaffender als Urheber einen sogenannten Wahrnehmungsvertrag mit der GEMA ab und sie holt dann stellvertretend für ihn die entsprechenden Vergütungen ein.

Mythos GEMA vs Youtube

Oft wird behauptet Youtube bzw Google will für die online gestellte Musik nichts bezahlen. Aus diesem Grund prangt den Deutschen Usern öfters mal dieses netten Bild ins Auge.

Fakt ist aber Google will zahlen und tut dies auch schon in zig anderen Ländern, wo man sich mit den Verwertergesellschaften geeinigt hat. Nur in Deutschland wird man sich nicht einig, da die GEMA in den Augen von Google, einfach zu viel haben will. Wenn wundert es.

Wenn es in anderen Ländern also geht, warum nicht in Deutschland? Übrigens haben genau wegen diesen Forderungen etliche Internetdienste für Streamingangebote im Bereich Musik ihren Dienst in Deutschland aufgegeben. Andere sind in Deutschland gar nicht erst gestartet. GEMA ist in dem Fall eine Evolutionsbremse im Internet, wie es Deichkind so schön gesagt hat, die sich öffentlich Luft machten, da Ihr Video „Leider Geil“ ebenfalls gesperrt wurde. Sogar Edgar Berger, Chef von Sony Music International sprach sich gegen die Behinderung der GEMA im Internet aus.

Die neuen Tarife setzten sich aus einer Tabelle zusammen, in der die Größe des Clubs und verschiedene Staffelungen der Eintrittsgelder herangezogen werden. Alleine an dieser Tabelle zeigt sich schon die Unwissenheit und die Willkür der GEMA, denn ab 3,-- Euro Eintritt wird jeder weitere Euro nochmals angerechnet. Eintrittspreise bis 3,-- Euro sind vielleicht für all die Koma-Sauf-Diskotheken und Dorfdissen der Fall, doch in unserer Szene dürften Eintritte ab 8,- Euro bis 15,- Euro und mehr realistisch sein, denn irgendwie müssen die DJs, vor allem die Headliner, bezahlt werden. Denn hier geht der Großteil direkt an die Künstler, die auftreten. Diese Gagen sind oft schon mal ein paar 1000,- Euro teuer und müssen somit über den Eintritt abgedeckt werden.


Quelle: GEMA

Weiter heißt es als Zusatz zur Berechnungstabelle: “Bei Musikwiedergaben, die länger als 5 Stunden dauern, erhöhen sich die Vergütungssätze um 50 % je weitere 3 Stunden.”

Da vor allem Clubs mit elektronischer Musik in der Regel diese 5 Stundengrenze überschreiten, ist diese Regelung pure Diktatur und eine Frechheit sondergleichen. Denn es gibt wohl keine logische Erklärung, warum auf einmal die Gebühren nach 5 Stunden höher sein sollen. Diese Regelung strotzt nur so vor Willkür und entzieht sich jeder logischen Begründung.

Wenn man also nun diese Dinge zur Berechnung nimmt, dann ergeben sich wie in diesen Rechenbeispielen folgende Kosten an die GEMA.

Ein Techno-Club mit 500 qm, einem Eintritt von 15,- Euro und Öffnungszeiten von 23-11 Uhr (12 Stunden). Daraus ergibt sich dann 750 € (zzgl. 7 % Ust.), der sich aber durch die Länge der Veranstaltung um 100% auf 1500 Euro erhöht. Beim aktuellen Tarif, bei dem lediglich Eintritt und Fläche zur Berechnung herangezogen werden, wären gerade mal ca. 428 Euro fällig.

Wie man sieht, ergeben sich gerade in unserer Szene, wo Veranstaltungen schon mal bis Mittags gehen können, enorme Zusatzkosten, die für viele Veranstalter und Clubs untragbar sind, da viele sowieso mit der Preisspirale der  Kosten enorm am kämpfen sind.

Die Aussage der GEMA kleinere Veranstaltungen würden von der neuen Regelung profitieren, ist kaum nachzuvollziehen. Denn auch kleine intimere Clubs würden bei diesen neuen Tarifen enorme Zusatzkosten haben.

So würde ein Club mit bis zu 100qm, einem Eintritt von 5,- Euro und Öffnungszeiten von 23-8 Uhr (9 Stunden) auf  100 Euro (zzgl. 7 % Ust.) pro Veranstaltung kommen. Bei 12 Öffnungstagen im Monat würde dies auf ca. 1200 Euro kommen. Beim alten Tarif sind es im Monat 377,72 Euro.

Selbst ein 10% Rabatt ab mehr als 16 Veranstaltungen pro Jahr hilft da nicht viel. Die Preissteigerung ist und bleibt enorm und grotesk. Wer möchte kann sich >> hier << auch selber eine Bild machen mit dem Tarifrechner des Verband der Münchner Kulturveranstalter (VDMK) e.V. .

Auch DEHOGA hat Berechnungen angestellt und zeigt die Preiserhöhungen zum Vergleich zu den alten Tarifen  an Hand einiger Beispiele auf.

GEMA-Gebührenvergleich 2012 zu 2013 

Dancefloor 101-200 qm; 6,-Eintritt; Laptop; 12 Tage/Monat  
5.754,- Euro/Jahr brutto (2012)  38.758,- Euro/Jahr brutto (2013)  (+ 573 %)

Dancefloor 201-300 qm; 6,-Eintritt; Laptop; 8 Tage/Monat  
7.684,- Euro/Jahr brutto (2012)  38.758,- Euro/Jahr brutto (2013)  (+ 404 %)

Dancefloor 201-300 qm; 6,-Eintritt; Laptop; 12 Tage/Monat  
7.684,- Euro/Jahr brutto (2012)  59.351,- Euro/Jahr brutto (2013)  (+ 672 %)

Dancefloor 401-500 qm; 6,- Eintritt, Laptop, 12 Tage/Monat
11.544,- Euro/Jahr/brutto (2012)  98.919,- Euro/Jahr brutto(2013)  (+ 756 %)

Dancefloor 301-400 qm; 10,- Eintritt; Laptop, 10 Tage/Monat
9.614 Euro/Jahr brutto  (2012)  109.910 Euro/Jahr brutto  (+ 1043 %)

Dancefloor 301-400 qm; 15,- Eintritt; Laptop, 10 Tage/Monat
9.614 Euro/Jahr brutto  (2012)  164.865 Euro/Jahr brutto  (+ 1614 %)

Diese neuen Berechnungen stehen nun scharf in der Kritik, da jeder mit etwas Menschenverstand erkennt, wie sehr an der Realität vorbei, hier abkassiert werden soll. Jeder der im Nightlife tätig ist, kennt die Problematiken. Clubs sind schon lange nicht an jedem Veranstaltungs-Tag voll und die erzielten Einnahmen schwanken sehr stark. Doch hier will die GEMA pauschal abrechnen und lässt völlig außer Acht, dass nicht jeder Club, jede Nacht seine Besucherzahlen voll bekommt, die er eigentlich bräuchte. Selbst mit vollen Clubs wären diese Mehrkosten für viele nicht zu decken. Wer schon mal eine Veranstaltung auf die Beine gestellt hat, der weiß wie viele Kosten da auf einen zukommen können. Oft kann man froh sein, wenn man es schafft 0 auf 0 aus der Sache  raus zu kommen.

Selbst eine Weitergabe dieser neuen Kosten an die Besucher ist kaum machbar. Eintrittspreise sind ab 10 Euro eh schon oft an der Grenze, die der Besucher akzeptiert und ausgeben kann oder mag. Nur Veranstaltungen oder Clubs mit größerem Charakter rechtfertigen Eintrittspreise jenseits der 10 Euro. Das Paradoxe wäre zudem, dass mit jedem Euro mehr beim Eintritt auch die Gema-Gebühren steigen. Auch die Getränkepreise in den Clubs sind jetzt schon oft an der absoluten Schmerzgrenze und können nicht zur Kompensation herangezogen werden.

Also, wie man es auch dreht, sollten diese Tarife wirklich eingeführt werden, stünden viele Clubs vor dem Aus. Als Lösung könnten eventuell nur ein geringerer Eintritt und ein Betrag für einen Mindestverzehr an Getränken herhalten. Machen wir mal ein Rechenbeispiel mit dem Großclub von 500qm. .

Dieser war mit 15,- Euro Eintritt und 12 Stunden Öffnungszeit auf 1500,- Euro an die GEMA pro Veranstaltung gekommen. Nun nehmen wir mal an der Club macht einen Eintritt von nur 2 Euro und 13,- Euro Mindestverzehr. Dann würde der Betrag an die Gema nur 220,- Euro betragen. Damit wäre er sogar nun um 208,- Euro günstiger als der alte Tarif.

Der Club muss nun allerdings ca. ein Drittel vom Mindestverzehr (was zugunsten der besseren Berechnung schon gut aufgerundet ist, aber in der Realität zwischen 1/4 und 1/3 liegen dürfte) zum Selbstkostenpreis an die Besucher weitergeben und den Rest von ca. 8,70 Euro für die Aufwendungen von DJ - Gagen und anderen Kosten nutzen. Der Verlust am Barumsatz wären dann ebenfalls die 8,70 Euro. Bei 1000 Besuchern sind das schon mal 8700 Euro, die an der Bar fehlen würden. Die Getränke würden aber dennoch verbraucht. Da helfen auch die 208,- Euro Ersparnis nicht viel.

Dieses Modell kann vielleicht bei Diskotheken funktionieren, wo nur ein DJ die ganze Nacht von Abba bis Zappa spielt. Bei uns in der Szene dürfte es aber schwer sein dies zu bewerkstelligen. Die Frage ist also, wie soll man nun damit klar kommen, wenn man ein moderner Club mit teuren Bookings ist?

Der Eindruck den die GEMA somit mit dieser Posse vermittelt, kommt dem Handeln eines Kartells gleich oder erinnert mich an Zeiten als in der DDR das gemacht werden musste, was die SED bestimmte. Denn hier wird die Monopolstellung aufs Äußerste ausgenutzt und mit viel Unwissenheit zur Realität in der Clubszene gespickt. Die Meinungen von vielen Usern im Netz sind da schon etwas direkter. Mafia, kriminell und Wucher sind nur einige der Dinge, die der GEMA vorgeworfen werden. Mit Recht vielleicht, denn so lässt der eine oder andere gerade prüfen, ob dies die Ausnutzung einer Zwangslage ist und damit, nach Paragraf 138 BGB, ein sittenwidriges Rechtsgeschäft vollzogen wird.

Und was sagt die GEMA zu den immer mehr werdenden negativen Schlagzeilen und der immer größeren Menge an Kritikern?

Wer künftig 500 Prozent mehr abführe, habe in der Vergangenheit eben auch "500 Prozent zu wenig bezahlt", so jedenfalls GEMA - Sprecher Peter Hempel. Wie man also sieht, hat die Frechheit der GEMA scheinbar keine Grenzen. Dies zeigte sich auch schon vor ein paar Jahren als festgestellt wurde, dass die GEMA nicht verpflichtet ist Künstlern etwas zu bezahlen. Überhaupt ist die GEMA seit Jahren in der Kritik, da niemand in das Abrechungsmodell einsehen kann. Wenn man sich aber mal die Köpfe in der GEMA anschaut, dann weiß man, wer daran gut verdient. So bestehen diese nun mal nur aus bezugsberechtigten Personen wie: Komponisten, Textdichter oder Verleger, die sich mit Sicherheit nach dem Pro-Verfahren abrechnen lassen.

Eine neue Werbekampanie wurde diese Tage auch von der GEMA gestartet, um deren Image zu verbessern. Doch ich bezweifel, dass dies der Fall sein wird. Viel eher ist davon auszugehen, das diese Kampanie vor allem in den sozialen Netzwerken für einen Shitstorm sorgen wird.

Vielleicht wäre es ja eine Lösung einfach auf Musik, die bei der GEMA eingetragen wurde, zu verzichten. Bei meiner Recherche habe ich mal ein aktuelles Set von mir mit 18 Titeln genommen und geschaut, welcher Track denn bei der GEMA angemeldet wurde. Nur 3 Tracks konnte ich finden.

Die Konsequenz daraus wäre, dass man als DJ vor allem Acts und Labels, die schon seit Jahren in Deutschland etabliert sind eventuell meiden muss, da sie bei der GEMA gemeldet sind. Dafür gibt man vermehrt kleinen Indi-Labels ohne GEMA oder generell Musik aus dem Ausland, die nicht angemeldet ist, ein Chance.

O.k., dies ist nun alles etwas ins Blaue hineingedacht und nur ein Hirngespinst. Fakt ist aber, dass eine Abrechnung pro Track idealer wäre.  Da der Deutsche an sich ein Volk der Bürokratie ist, wäre es doch ideal die GEMA mit Playlists zu überschütten. Dann hätten deren Mitglieder wenigstens was zu tun für Ihr vieles Geld. Denn im Jahr 2010 bezogen die Vorstände der Gema Dr. H. Heker 484.000 Euro, R. Hilpert 332.000 Euro und G. Oeller 264.000 Euro. “2010 hat die GEMA  863  Millionen Euro erwirtschaftet und davon  735 , 9  Millionen Euro an ihre Mitglieder und andere Rechteinhaber ausgeschüttet. In diesem Gesamtergebnis sind allerdings etwa  191 ,2 Millionen Euro Erträge aus Inkassomandaten enthalten, also knapp ein Viertel.” soweit aus dem Jahrbuch 2011/12, dass jeder auf der Homepage der Gema als PDF-Download einsehen kann.

Aber momentan ist es ja so, dass sobald ein bei der GEMA angemeldeter Track gespielt wird, die ganze Veranstaltung abgerechnet wird.

Auch wenn seit Jahren gegen die Machenschaften der GEMA gekämpft wird, der Zenit dürfte mit der Ankündigung der Tarife für 2013 nun endgültig überschritten sein. Dies zeigt sich an Hand einer Onlinepetition, die es in knapp einer Woche von ca. 3.000 auf nun bereits 29.000 Teilnehmer gebracht hat. >> KLICK <<  Jeder der in irgendeiner Weise mit dem Nightlife zu tun hat, sollte diese Petition unterzeichnen und damit ein klares Zeichen setzen.

Auch schließen sich immer mehr Interessensgemeinschaften aus Diskotheken- und Clubbesitzern zusammen und es wird auch in der Presse laut über rechtliche Schritte nachgedacht. Auch Künstler, die selber in der GEMA sind, geben nun auch vermehrt Kritik von sich, denn sind durch dieses Vorgehen auch Auftritte in Clubs, Diskos, auf Open Airs oder Konzerten gefährdet.

Wir haben uns deshalb zu diesem Thema auch ein wenig auf Stimmenfang begeben und dazu einige Kommentare einfangen können, die wir Euch nicht vorenthalten wollen. Man darf also gespannt sein, wie es in diesem Thema weitergehen wird.

Wir werden die Liste mit Statements weiter vervollständigen. Es stehen noch ein paar aus.

Ben Brown (Künstler, Hotel Digital)
Also ich als Veranstalter finde die GEMA-Gebühren schon jetzt zu hoch. Da bei der GEMA alle Clubs über einen Kamm geschoren werden, haben wir es mit aktuell 2 Veranstaltungen im Monat schon jetzt schwer das passende GEMA-Modell zu finden. Wenn man Steigerungen von teilweise  +600% hört (nach der Regelung von 2013) bekomme ich jetzt schon ein ungutes Gefühl.

Ziel 100 (Künstler)
Da die GEMA nur Verein und kein öffentliches Organ ist, finde ich einen Gegenentwurf schon längst überfällig. Das gesamte GEMA-Gebilde ist durch und durch hohl und morsch und spiegelt nicht die Realität wieder....

Omendruffi (Ex-Vinylbar)
Diese willkürlichen Tarife sind Abzocke ohne Ende. Sie sind unrealistisch in Anbetracht der realen Gegebenheiten. Für einen kleinen Laden wie ehemals die Vinylbar sind die neuen Tarife der Todesstoß. Mit den alten Tarifen steckte das Messer nur zur Hälfte drinnen, doch nun drückt man es bis zum Anschlag hinein und dreht noch einmal den Griff. Das ist weder zeitgemäß, noch ist dies fair. Damit wird die Clubkultur aufs Massivste bedroht.

Matthias Morgenstern (Tanzhaus West)
Der Sachverhalt ist klar. Zeit zu handeln. Hier ist Widerstand notwendig. Die massive öffentliche Unterstützung der Petition ist ein erster wichtiger Schritt. Hier müssen wir versuchen mit anderen Clubs & Veranstaltern zusammenzuarbeiten, unsere Künstler und auch unsere Gäste informieren und mobilisieren, um ein möglichst breites Bündnis aufzubauen. Darüber hinaus sollten wir über weitere mögliche Aktionsformen nachdenken. Informationsveranstaltungen, Aktionen wenn möglich gemeinsam und öffentlich andenken. Kontakt zu Parteien und Interessenvertretern als potentielle Bündnispartner ausloten. In einem ersten Schritt werde ich den losen Zusammenschluss Frankfurter Musikclubs wiederbeleben und ein Treffen einladen. Diese Gruppe hatte sich im letzten Jahr zum Ostertanzverbot zusammengeschlossen. Los geht´s.

Chillwalker (Künstler)
Die Gema ist als existenzieller Einkommensgarant der Komponisten und Textdichter gezwungen durch die staatlich garantierte Absicherung der Künstlersozialkasse den Wegfall der Tantiemen des Tonträgermarktes durch illegale Downloads entgegen zu wirken. Aber wie so oft scheinen die älteren Herren in der Chefetage das Große ganze aus den Augen zu verlieren und wieder einmal werden nur die Belange der E-Musik (Ernste Musik) bedient. Jene Musikform die kein Mensch hören will aber "das kulturelle Gut Deutschlands ausmacht". Ich selber erziele 30 % meines Einkommens durch die Gema, aber o.g. Veränderung würde zu einem Zusammenbruch der U-Musik führen. Also sage ich zum ersten Mal in meinem Leben: So nicht, liebe Gema! Und unterschreibe als ordentliches Mitglied die Petition!
 

 

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Auf Grund eines zu hohen Spamaufkommens in den Kommentaren, wird jeder Kommentar vom Admin geprüft und freigegeben. Wir denken dies ist auch in Euerem Interesse, da Ihr sicher auch keinen Bock auf Werbung für gefälschte Gucci-Taschen, Potenzmitteln und anderen Dünnschiss habt.

Eure ToFa


   Alexander Bassmann
17.04.2012 - 14:23:57  

Ich muss sagen ich bin betreiber eines Mobil Clubs der seine Zelte hier mal Dort aufbaut wenn das Gema Modell für 2013 Bleiben soll kann ich mein Mobil Club der Geschichte überlassen da jetzt schon sehr schwer ist das Passende Modell zufinden was für uns Bezahlbar ist, das wäre auch zugleich das aus meiner Firma und damit wäre ich dann Arbeitslos. Die Gema sollte nach meiner meinung ein Modell Entwickel was nach Musikrichtungen geht und nicht nach Größe, Eintritt oder gar nach Besucherzahlen relevant sind. Nehemn wir mal eine Technoveranstaltung mit 2000 Besuchern bei ein Eintritt von 8,00 euro, da müsste es wenn sein das die Gema maximal 200 Euro bekommen mehr auch nicht, der Kampf alles zu Bezahlen ist nicht grade einfach.
mfg Alexander Bassmann (Marburg)
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   Techno-Yeah!
17.04.2012 - 17:41:22  

Die Kampagne finde ich gut und inhaltlich bin ich voll eurer Meinung!

Aaaaber:

Der Claim "Ohne Nachtclubs hätte mein Leben keinen Sinn"... finde ich schon etwas übertrieben. Da muss man schon mal gucken, ob man nicht doch noch etwas anderes mit seinem Leben anfangen kann. Ein Leben ohne Nachtclubs könnte schon Sinn machen. ;) = Zwinker

Der Satz "Mit den GEMA-Tarifen 2013 ist das Nachtleben dessen Clubs, DJS und Barleuten gefährdet" macht keinen Sinn. Entweder fehlt da ein Komma nach Nachtleben (dann Barleute ohne n) oder das Wörtchen "mit" nach Nachtleben.

Danke und wegduck!

Gruß
    

   Grille
17.04.2012 - 18:29:57  

Hey Techno-Yeah,

Danke fürs Feedback. Das übertriebene ist ja mit Absicht so gewählt.. sollte ja auch etwas Satire drinnen stecken. Denn es sollte sich vor allem auf die beziehen, die so wie wir stark mit dem Nachtleben verwurzelt sind. So würden mit dem Wegfallen von Clubs vor allem DJs, Barleute, Veranstalter und und und ihre Grundlage verlieren.

Das mit dem Fehler müsste man noch mal korrigiern. :D = Breites Grinsen Ist jedenfalls immer gut aufmerksame User da draussen zu haben. ;) = Zwinker

Lg
Grille
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   c-buzz
19.04.2012 - 11:38:19  

Wenn diese Tarife sich durchsetzen sollten, dann gehe ich mit auf die Barrikaden. Das ist in der Tat Sklaventum. Soviel Geld kann man gar nicht einnehmen wie die von einem haben wollen. Das kann nur ein Fehler sein, wenn die das nicht ändern, dann stürmen wir die GEMA und nehmen die Verantwortlichen in Gewarsam bis eine Korrektur beschlossen und ausgeführt wurde.
GEMA NEIN DANKE!
Schwört der GEMA ab, nieder mit dem GEMA Imperium.
Freiheit für Veranstalter und Konsumenten.
    

   Luke Sun
20.04.2012 - 13:29:30  

Diese willkürlichen Tarife sind absolute Abzocke. Ich wäre dafür, dass es künftig bei allen Tonträgern klar ersichtlich ob dieser bei der GEMA gemeldet ist od. GEMA frei ist. So kann schon jeder Künstler entscheiden ob er Gemafrei musik spielen kann.
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   Marco Poelmann
20.04.2012 - 16:23:45  

Sehr geehrte Toxic Family,

Ihr Artikel ist sehr interessant und umfangreich. Und wird diverse ins Grübeln bringen. Danke dafür. Leider muss ich sie berichtigen. Der bei Ihnen angegebene Betrag über den Gewinn ist nicht korrekt. ich habe mir die Gewin & Verlust-Rechnung genauer angeguckt und musste feststellen, dass der von Ihnen angegeben Betrag ledeglich der Umsatz ist und nicht der Gewinn. Der Gewinn liegt bei 735 Millionen € was auch mehr als übertrieben und auf gar keinen Fall zumutbar ist.

Mit freundlich Grüßen

Marco Poelmann
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   Grille
20.04.2012 - 16:27:28  

Danke für den Hinweis. Habs korrigert. Genau das wollte ich erreichen, dass die Größenordnung dieser Summen veranschaulicht wird.

Liebe Grüße
Grille
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   sabine mechnich
22.04.2012 - 13:27:03  

Es ist zum kotzen ,dass man in Deutschland nix ,
aber auch wirklich gar nix geniessen darf
um halbwegs glücklich mit diesem leben in diesem Land zu werden.
Ich hoffe das uns nicht noch das licht und nebler berechnet werden :-D = Breites Grinsen wer weiss was wem noch alles einfällt??
Meiner meinung nach geht das ans Menschenrecht...
Durch so scheiß aktionen fühle ich mich extrem in meiner zufriedenheit eingeschränkt.
Armes Deutschland arbeiten und Steuern sollen wir zahlen aber entspannung ,zufriedenheit und einfach mal glücklich sein darf man hier nicht Germany sucks
    

   kultur-retten.de
22.04.2012 - 23:02:50  

Es hat sich ein neues Aktionsbündnis aus Tarifgegnern formiert, die gemeinsam gegen die Tarife vorgehen wollen.

Mitinitiator ist auch Matthias Rauh, der Verfasser der aktuellen OnlinePetition, unterstützt wird das Ganze u.a. auch vom VDMK

schaut doch mal vorbei und beteilitgt Euch:
http://kultur-retten.de
http://facebook.com/kulturretten.de
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   Ulrich Scheller
28.04.2012 - 08:25:45  

Sind Nachtclubs nicht Teil des Gaststättenverbandes? Es sollte eine gemeinsame Organisation geben. Diese solle eine Verbandsklage anstreben. Eine andere Frage: Hat das Bundeskartellamt hier nicht ein Wort mit zu reden? Schliesslich hat die GEMA eine Monopolstellung. Der Willkür sollte eine Ordnungsinstanz Regeln setzen.
    

   zombie
28.04.2012 - 12:21:41  

als dj und zeitweise auch als veranstalter in der "schwarzen szene";( = Weinender Smiliegothic, wave, e.b.m. u.s.w.) ist das auflegen sowieso schon eher als hobby anzusehen, von dem was einem als veranstalte nach saalmiete, catering, technik und gage bleibt will ich nicht einmal reden.
jetzt wird es die gema schaffen uns auch das letzte bisschen spass zu nehmen.
als dj weckt man oft das interesse des publikums für die aufgelegten musikstücke...eigentlich sollte das doch gerade im interesse der rechteinhaber liegen weil sie so gratiswerbung bekommen.
warum man dafür also, über die gema, noch mehr als jetzt schon bezahlen soll ist mir unverständlich...naja, evtl. bin ich einfach zu blöd das zu verstehen...
    

   Dj YoYo
29.04.2012 - 13:45:03  

MACHT BITTE ALLE MOBIL Dj's, Künstler, Nachtschwärmer usw...

https://www.facebook.com/groups/gegengema2013/
Homepage    

   SandiSonnenschein
05.05.2012 - 20:58:12  

Das ist ja dann im Jahr 2013 mehr als doppelt so viel. Das ist ja echt Abzocke. Wirklich.
    

   Jörg Lietke
18.05.2012 - 17:55:02  

Wenn das durchgeht, sitzen alles nur noch zu hause auf der Couch, weil finanztechnisch nix mehr geht. Das mit dem Rauchverbot war schon eigentlich der Untergang der Gastronomie, aber irgendwo verständlich, weil Gesundheitsgefahr und so.....
Aber das mit der GEMA geht ma garnicht!!!Arrogante Gesellschaft sage ich nur...

Lass uns trotzdem alle positiv denken...
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   Obnoxius
01.06.2012 - 13:06:57  

Als langjähriger Veranstalter von div. Raves und Clubbings in ganz Europa, und Producer von Elektronischer Musik will ich an dieser Stelle folgende Statement abgeben.

Ein Raubrittertum wie es in Deutschland von der GEMA her an den Tag gelegt wird ist eine Schande für die ganze Musikwelt. Ein solches Vorgehen habe ich bis jetzt nur in Deutschland erlebt, mit dem Tarifmodell für 2013 wird Subkulturen, kleinen Clubs, Lokalen mit musikalischer Beschallung der Todesstoss gesetzt.
Einmal mehr zeigt sich die Tatsache um den Versuch ein Monopol schaffen zu wollen, kleine Betriebe, klein Veranstalter und der gleichen zu elemenieren um das anvisierte Monopl zu verwirklichen. DAS IST DIKTATUR und LOBBYISMUS.
Nach den letzten Aktionen, wie ACTA und die nun geforderten Tarifmodelle spricht alles für dieses Ziel.

Fehler im System GEMA ist vor allem der enorme Verwaltungsappartat was viel zu viel Geld verschlingt.
mit dem Umsetzungsversuch die Tariftabelle für 2013 zu verwirklichen entstünde dem VEREIN erhebliche Mehrkosten die absolut nicht zu tragen währen.
    

   jason
25.09.2012 - 16:35:43  

GEMA besetzen und übernehmen das wäre die passende reaktion darauf !
Wenn da sich nix tut dann wird es ein entgültigs club/dissen sterben einleiten...
Aber vieleicht gibt es dann wieder viel unüberschaubare illegale partys a la 90's
"The Blackclub oder THE UNDERGRUND " : "- pisst hier den Gullideckel anheben und runter inden untergrund, dann an der Rinne rechts halten und durch die öffnung durch-pfluttchen danach links fest halten - " Sie sind da...könnte lüstig werden!!!
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