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Die Promi-Deejane Seuche
The Diary | 27.02.2013 - 14:41:47
Das Ende der Fahnenstange
Seite 1: Die Promi-Deejane Seuche

Was haben Paris Hilton, Micaela Schäfer, Gulia Siegel oder Nadel Abd el Farrag gemeinsam? Sie alle halten sich für Deejanes und bilden die Speerspitze einer Seuche. Den Promi-Deejanes.

Dabei ist die Bezeichnung Promi noch nicht einmal eine Qualitätsauszeichnung. Ganz im Gegenteil. Mit Klassifizierungen wie A- oder Z-Promi, wird schnell mal der Stand des gesellschaftlichen Ansehens ratifiziert. Wobei A  für wirkliche Promis a la Hollywood-Legenden steht und Z eher für die kleinen Lichter, die sich für Promis halten, aber im Grunde nur zur Belustigung niederer Instinkte herhalten müssen. Dies oft auch zu Recht, aber was will man auch von Personen erwarten deren Promistatus mit höchst dubiosen Dingen verbunden ist..

Denn es ist schon unglaublich, wer sich nur durch Titten präsentieren, Teilnahme bei grenzwertigen TV-Shows oder durch seine ehemaligen Partner in das Bewusstsein der Gesellschaft rückt. Schon seit Jahren frage ich mich, mit welcher Berechtigung die ehemalige Ex vom Dieter Bohlen immer wieder im TV auftauchen muss. Mag ja sein, das Verona irgendwie mit ihrem naiven mädchenhaften Dasein bei einer bestimmten Zuschauerschicht (vielleicht dem notgeilen homo erectus) punkten kann, aber eine wirkliche Daseinsberechtigung im Promi-Zirkus fehlt mir irgendwie. Genau so wie die der anderen Ex vom Dieter, der Naddel. 

Die Naddel schaffte es allerdings nie auf die Beliebtheitsstufe von Verona und wurde im Gegensatz zu dieser auch nicht für ach so tolle Werbespots verpflichtet. Naddel war immer ein Z-Promi. Wahrscheinlich hat sich Naddel genau aus diesem Grund vor ein paar Jahren ein neues Beschäftigungsfeld gesucht, das Auflegen.

Sie ist dabei nicht alleine sondern gehört zu einer Generation sogenannter Promi-Deejanes, die man nur schwer als Deejane ernst nehmen kann, jedenfalls dann, wenn man sich in dem Bereich ein wenig auskennt. Denn wo z.B. in unsere Szene ein DJ mit seinem Musikgeschmack, Mixing und Präsentation beim Publikum punktet, fehlt es dem Promi-DJ zumeist an diesen Eigenschaften. Braucht er ja oft auch nicht, denn sein Publikum ist sehr oft genügsam, genauso wie auch beim täglich Hartz 4 TV-Programm, von wo er seine Promi-Deejane zur Genüge kennt. Wenn dann noch eine Micaela Schäfer bei Stefan Raab überzeugend behauptet ein Housetrack mit 30.000 Beats per Minute produziert zu haben, spätestens dann sollte keine Fragen mehr offen sein.

Doch denn zuvor muss man sich eine Frage stellen. Nämlich die, warum es für den einen oder anderen Promi in der letzten Reihe so attraktiv ist einen auf DJ zu machen? Nun, die Antwort dürfte nicht schwer sein. In den letzten Jahren wurden der Stand eines Rockstars immer mehr auf den des DJs projiziert. Angefangen in den 80s im Hip Hop, entwickelte sich der DJ in den 90s bis heute zu dem Neuzeit-Rockstar. Mit den Explosionen an Gagen und den Erfolgsgeschichten wie z.B. die eines David Guettas, der zwar vor allem Produzent ist, aber bei den meisten als DJ im Bewusstsein verankert ist, entstand mit der Zeit der Mytos DJ als Großverdiener. Wenn man dann auch noch im Forbes-Magazin die Top Ten der Großverdiener der weltweit erfolgreichen DJ-Kaste präsentiert bekommt, sollte jedem klar sein, das der Rockstar vom DJ abgelöst worden ist.

Der DJ ist somit nicht nur für Musikbegeisterte an sich unheimlich attraktiv, sonder auch für viele die von einer Karriere als DJ träumen oder einfach nach einem Betätigungsfeld suchen, was aus einem Z-Promi einen A-Promi werden lassen könnte. Vielleicht geht es aber auch nur darum, seinen Namen so weit es noch möglich ist über diesen Wege weiter zu vermarkten. Soweit die Vermutung.

Anders wäre ist es nur schwer zu verstehen, wenn eine Paris Hilton im glitzernden Sci-Fi-Outfit vor der Masse so tut als ob. Sie, die unbeholfen an den Knöpfen dreht, die keine Reaktion bewirken und sich die Übergänge von selber mixen, während sie Ihre Hände in der Luft hat. Für einen echten DJ unvorstellbar nur so zu tun als ob. Aber was will man auch ohne Talent und ohne Skillz tun? Man kann sich natürlich auch einen Helfer zur Seite stellen. Dieser sucht die Tracks aus, passt sie schon mal an und am Ende darf das Promi-Sternchen nur noch die Regler hoch ziehen. Dass auch bei dieser Variante keine besondere Qualität herauskommt, dürfte jedem klar sein. Doch geht es denn bei diesem Schauspiel der Promi-DJs um irgendeine Qualität?

Wohl eher nicht. In den meisten Locations, wo der Promi so tun darf als ob, herrscht zu meist eher eine Jahrmarkt-Atmosphäre. Da wird per Mikrophon der vermeintliche Star des Abends in bester Marktschreier-Manier angekündigt. Wenn dann noch nackte Haut und gut ins Licht gerückte Titten wie bei Micaela Schäfer am Mixer zu sehen sind, dann fühlt sich die erste Reihe vor DJ-Pult wie ein Junggesellen-Abschied kurz vorm Exodus. Das ist Ballermann-Feeling pur.

Ja es sind tatsächlich andere Bereiche und nicht unsere Clubs, wo sich dieses Elend abspielt. Gott sei Dank. Denn dies alles tummelt sich irgendwo in Teilen des Mainstream, in denen ich noch nicht einmal im größten Vollrausch sein möchte. Das soll jetzt niemanden verletzen, der sich gerne in diesen Gefilden aufhält, aber für mich ist es wie mit der Bildzeitung oder RTL. Ich meide es einfach wie die Pest, da ich mit dieser Art von Medien nicht klar komme. Ich bevorzuge eine etwas andere Art der Informationspolitik und der Unterhaltung. Doch wenn wir mal ehrlich sind, so sind die ganzen Promi-DJs und das dazugehörige Umfeld ihres Schaffens nichts anderes als ein Spiegel der Gesellschaft und deren Bedürfnissen nach leichter, platter Unterhaltung.

Wer das Jungelcamp als eine ernsthafte TV-Show mit Gehalt versteht, der ist auch bei einer Micaela Schäfer oder Paris Hilton als Deejane gut aufgehoben. Denn dann wird er den Unterschied zwischen inszenierter Selbstdarstellung ohne Talent und Gehalt und echtem Können im Umgang mit Musik und Publikum, nicht bemerken. Aber genau dieses Publikum glaubt auch, dass gescriptete Reality-Soaps das echte Leben sind und, dass es Geld wert ist, um  für einen Z-Promi Geld auszugeben, der glaubt in einem Bussines Fuss zu fassen, was andere zum Superstar gemacht hat. Dabei muss man sich fragen, wie viel Naivität denn dabei ist oder doch kühle Berechnung. Denn ganz klar existiert ein Markt dafür. Dass dieser Markt weder Qualität abverlangt noch musikalisches Geschickt, ist offensichtlich. Doch genauso wird dieser Markt eben seine Kinder auch wieder fressen. Doch die  Mechanismen des Mainstreams haben schon oft gezeigt, dass jeder Trend sein Ende hat und dies schneller als man manchmal denken mag.

Es lohnt also nicht, sich über die Vorgänge in dieser Parallelwelt aufzuregen, nur weil man ein anderes Verständnis zur Kunst des Deejayings hat und in einer komplett anders funktionierenden Szene verkehrt. Sicher mag es einem in der Magengegend übel aufstoßen, wenn man sieht, wie sehr die eigene Leidenschaft ad absurdum geführt wird. Doch im Grunde kann es einem scheißegal sein. Letztendlich geht man ja nur dort hin, wo es einem gefällt. Wo die Künstler am Mixer genau das tun, was einen begeistert und was einen musikalisch glücklich macht. In unsere Szene bleiben auch nur Künstler über Jahre beim Publikum beliebt, wenn sie diese genau im Inneren ansprechen. Im Mainstream ist es dabei viel undankbarer. Schnell kann es vorbei sein. Schnell ist ein Trend zu Tode geritten und interessiert niemanden mehr. Genauso schnell werden auch irgendwelche Pseudo-Promi-DJs wie ein Holzscheit im Feuer zur Asche verbrannt. Sollte sich unter diesen dann doch mal ein Sternchen mit echtem musikalischen Talent und eigener musikalischer Identität verirren, so wird das Publikum dies mit Sicherheit zu würdigen wissen. Doch dies dürften die Ausnahme bleiben, wenn nicht sogar ein Einzelfall.

 

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