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Gema-Tarife - Einigung ja, teuer ja, fair nein
Specials | 13.12.2013 - 15:19:56
Ein Überblick zu den neuen Gematarifen für Clubs & Diskotheken
Seite 3: Was nun?

Die Auswirkungen kann man jetzt noch nicht absehen, zumal erneut und hoffentlich mit großer Gegenwehr gegen diese Tarife vorgegangen wird. Sollte dies alles nichts bringen wird man in den nächsten 8 Jahren mit diesem System leben müssen. Dann wird man mit Sicherheit wohl auch von Veränderungen in der Clubbingwelt ausgehen müssen. Dabei könnten verschiedenste Szenarien eintreten.

Eine könnte z.B. sein, dass große Acts weniger gebucht werden, um die Eintrittspreise kleinzuhalten. Damit würden zig Künstler, die mit der Gema nichts am Hut haben, ihrer Einknüpfte und somit Lebensgrundlage beraubt.

Vielleicht kommt der gute alte Mindestverzehr wieder in die Clubs zurück oder die Clubs denken sich andere kreative Sachen aus, um niedrige Eintrittsgelder zu kompensieren. Vielleicht erleben wir auch den Einzug von Getränkepreisen auf Ibiza-Niveau.

Szenarien könnte es viele geben, denn eines ist Fakt und betrifft auch die Clubbingwelt. Alles wird seit Jahren teurer und teurer, keiner hat aber mehr Geld am Ende des Monats in der Tasche. Ganz im Gegenteil. Wir alle zahlen im Leben mehr und mehr für Dinge, die man zum Leben benötigt. Energie, Miete, Steuern, Lebensmittel etc. etc. Auch in den Clubs sind diese Dinge zu spüren, doch die Kalkulationen müssen am Ende stimmen.

Ein Club muss zwingendermaßen Gewinne erzielen können, um sich weiterentwickeln und am Markt überleben zu können. So werden vor allem Gelder für Rücklagen von Reparaturen und andere Dinge benötigt. Es bringt also rein gar nichts, wenn ein Club für eine 0 auf 0-Rechnung existiert. Solch eine Situation wird einen Club früher oder später in die Knie zwingen.

Und so sind es all diese Umstände an Teuerungen, die es nicht einfach machen, dass man seinem Publikum eine attraktive Preispolitik und eine stetige Pflege und Weiterentwicklung des Clubs anbietet. Somit sind die 8 Jahre Einführungsrabatte der Gema auch eher Augenwischerei, denn wer kann jetzt schon sagen wie sich alles in den nächsten Jahren entwickelt. Bisher waren die letzten Jahren bei allen von uns mit Mehrbelastungen behaftet und man kann davon ausgehen, dass dies auch in den kommenden Jahren so weitergehen wird.  

Würden, wie im Fall der Gema, die Gelder auch an die Acts unserer Szene weitergegeben, so könnten diese eventuell ihre Gagen verringern und ein harmonischer Kreislauf wäre geboren. Doch so bleibt vor allem weiterhin der fade Beigeschmack, dass Unsummen von Geldern zu zahlen sind an Leute, die nichts mit unsere Musik oder Szene zu tun habe. Zum Beispiel an eben jene 3.400 ordentliche Mitglieder der Gema, die 65% der Ausschüttungen erhalten, welches auch das Geld aus unseren Clubs beinhaltet.

Seit der Tonträgermarkt eingebrochen und auch die GEMA das digitale Zeitalter des Internets mehr oder weniger verschlafen hatte, scheint es so, als wolle man dies alles an anderer Stelle kompensieren. Aber das kann es doch nicht sein. Ich würde sehr gerne einmal eine sehr detailierte Begründung und Aufschlüsselung erhalten, die erklärt, warum solche Teurungen bei Clubs rechtens sein sollen? Was rechtfertigt diese Steigerungen in den nächsten 8 Jahren?

Ich bin gespannt, wie dies alles weiter gehen wird. Mit Protesten und eventuell rechtlichen Schritten ist zu rechnen und ich hoffe, dass dies passiert. Der sogenannte DJ-Tarif steht  ja rechtlich auch auf wackligen Beinen. Eventuell sind die Ausgliederung und das Scheitern dessen in dem neuen Gema-Tarif ja schon mit eingerechnet. Wer weiß das schon...

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Eure ToFa


   Tim
14.12.2013 - 17:51:13  

Was bei der Abrechnung nach Veranstaltungstagen doch viel schlimmer ist.
Das ganze wird auf die kulturelle Vielfalt gehen. Denn Betreiber werden sich jetzt 10 mal überlegen ob sie neue Projekte oder Nieschenmusik versuchen umzusetzen und die hohen GEMA KOsten zu riskieren...

totaler humbug das Ganze...
    


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