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No Love Parade Berlin 2004
Specials | 21.04.2004 - 10:43:40
Ende, Aus, Finito...
Seite 1: Ende, Aus, Finito...
Nun ist es also doch passiert. Seit Jahren schwebt, wie ein böser Geist sie über der Love Parade, die Befürchtung das es keine Vergabe zum Termin der Love Parade gibt. Dieses Jahr ist dieser Geist aktiv geworden. Dazu ein paar Auszüge aus der offiziellen Pressemitteilung der Loveparade Berlin GmbH.

<<Keine Loveparade Berlin 2004 - Berlin, den 14. April 2004
Mit großem Bedauern teilen wir mit, dass in diesem Jahr in Berlin definitiv keine Loveparade stattfinden wird. Da drei Monate vor dem geplanten Veranstaltungstermin keine gesicherte Finanzierung steht, bleibt als Konsequenz nur die Absage der Loveparade Berlin 2004.

Nachdem die Loveparade im Jahr 2001 den Status als Demonstration verloren hat, wurden seither Verluste gemacht, die bis 2002 noch aus eigenen Rücklagen gedeckt werden konnten. Im Wesentlichen waren die Verluste auf zusätzliche Produktionskosten zurückzuführen, die durch den Veranstaltungsstatus entstanden. Diese Mehrkosten betrugen zuletzt über 900.000 Euro. Die allgemeine schlechte wirtschaftliche Lage der letzten Jahre hat darüber hinaus nicht nur uns, sondern auch viele unserer Partner in der Werbe-, TV- und Tonträgerbranche getroffen, was die Finanzierung zusätzlich erschwerte.

2003 wurde durch das Engagement der Messe Berlin noch einmal das benötigte Budget aufgebracht. In diesem Jahr haben die Gespräche mit dem Senat und der Messegesellschaft leider nicht dazu geführt, dass eine Finanzierung der Loveparade gesichert werden konnte, nachdem sich unsere eigenen Möglichkeiten in Bezug auf Einsparungen und Einnahmen erschöpft hatten.
 .....
In den nächsten Monaten werden wir mit Freunden und Partnern darüber reden, unter welchen Voraussetzungen in Zukunft wieder eine Loveparade in Berlin stattfinden kann.

Produktionskosten der Loveparade im Demonstrationsstatus (2000): 301.700 Euro

Produktionskosten der Loveparade als Veranstaltung (2003): 1.225.000 Euro

Die Loveparade als Wirtschaftsfaktor:
Die einzige repräsentative Studie zu dem Thema stammt vom FfH Institut. Anlässlich der Loveparade 2000 wurde hochgerechnet, dass bei 500.000 Besuchern ca. 50 Mio. Euro an zusätzlichen Umsätzen in der Stadt getätigt werden. In der gleichen Studie wird davon ausgegangen, dass pro auswärtigem Besucher ca. 125 Euro ausgegeben wurden. Davon entfielen im Schnitt 23 % auf Genussmittel, 21 % "Shopping", 18 % Clubs, Kultur und Museen und 10,2 % für Übernachtungen. Die Parade war zu dem Zeitpunkt für die Besucher umsonst.>>




Gedanken dazu und mehr……


Tja so, muss wohl Berlin dieses Jahr vorerst auf seine Parade und die daraus resultierenden Einnahmen verzichten. Das die Parade, innerhalb der Szene schon seit Jahren zweigespalten behandelt wurde ist ja nun auch kein Geheimnis gewesen. Konnten doch auch unsere Toleranzvorstellungen, auf Grund von Zunahmen von Prollaktivitäten, Mallorcafeeling und Gewaltzuwachs, es uns nicht gerade schmackhaft machen auf die Parade zu gehen. Auch die übermäßige Präsents von Werbepartnern, welche nun aber auch gar nichts mit der Szene, geschweige den mit der Musik zu tun hatten und noch vor 2 Jahren im Übermaße vorhanden waren, habe am Image der Love Parade gerüttelt.

Dazu konnte auch der geistige Vater Dr. Motte mit seinen Ansprachen nie wirklich Überzeugen. Denn anstatt wichtige Dinge den Leuten mit auf den Weg zugeben, blieb er bei Inhalten, welche kaum Inhalt besaßen und teils sogar lächerlich wirkten. Dabei sollte man bei 1 Million Menschen doch die Chance nutzen, um wirklich wichtige Aussagen zu treffen und Denkanstösse zu geben. Die Zeiten wo „Friede, Freude, Eierkuchen“ war, ist nun mal leider schon lange vorbei. Innerhalb der Szene sind viele verschiedenartige Probleme aufgetreten, welche sich nicht unter den Teppich kehren lassen. Ja es ist schön gemeinsam Partys zu erleben und sich der Liebe zu unserer Musik hinzugeben, denn deshalb bewegen wir uns in dieser Szene. So waren vor allem auch die Partys nach der Parade jedes Jahr immer das Highlight gewesen und vielen hatten sich nur deshalb auf den Weg nach Berlin gemacht.

In Ihrer Umsetzung hat sich die Parade aber auch immer mehr, zum mal ursprünglichen vorhandenen Grundgedanken, selber widersprochen. Somit wurde dahingehend es ja geradezu gefördert, dass die Meinungen immer weiter auseinander gingen. Ich persönlich kann sagen, dass ich von 1995 bis 1999 wirklich den besten Spaß auf der Parade haben konnte. Doch 2000 waren schon diese negativen Einflüsse zu spüren, welche sich in den Jahren darauf weiter ausgeprägt hatten und so waren die Hotel Sessions und die Partys davor, sowie danach wesentlich prickelnder, als die Parade an sich. Auch wenn man versuchte wieder mehr zu den Wurzeln zu gehen und so z.B. sich seine Werbe- und Sponsorpartner gewählter aussuchte, so war der Einbruch in den Besucherzahlen deutlich zu Spüren.

Aber der große Boom, wie er Mitte bis knapp Ende der 90ziger bei Techno vorherrschte, konnte ja nicht ewig auf den Höhenflug bleiben. Die Szene hat sich im Lauf der Jahre mehrmals verändert, auch wenn einiges an Gegebenheiten sich auf die ein oder andere Art wiederholt hat, Negatives wie auch Positives. Die Musik ist in viele verschiedenen Richtungen gegangen und hat sich immer weiter entwickelt, zu einem Geflecht von vielen Stilen mit vielen Liebhabern. Mit dieser Weiterentwicklung ist natürlich auch eine ganz andere Art von Publikum entstanden. Es gab nun viel mehr Anhänger einzelner Stile und viele haben es in den letzten Jahren verlernt sich auf die Vielfalt, welche entstanden ist einzulassen und Sie auch mal anders an sich rann zulassen. Was gab es zwischen 2000-2002 für Diskussionen in den Gästebüchern und Foren im Internet, welche Musik die bessere sei. "Schranzer gegen Houser", "Trance gegen Techno" usw.. Erst nach dem Abflauen der großen „Schranzwelle“, wächst so langsam alles wieder zusammen, was mal zusammen war. Denn mit der Vielschichtigkeit, welche nun immer mehr in der Musik vorherrscht, bringt dies auch mehr Weitsicht und Akzeptanz mit sich. Viele verschiedenartige Einflüsse verschmelzen immer mehr. So werden aus allen Richtungen, sie nun auch endlich wieder mehr vom Publikum aufgenommen und neu umgesetzt. Musik kann eine Wissenschaft sein, aber man muss sie nicht extra zu einer machen, denn es geht uns ja größten Teils um den Spaß in den Clubs und auf Partys mit Ihr. Dies scheinen nun auch immer mehr zu erkennen und gehen in dieser Erkenntnis immer mehr auf.

Na ja, jedenfalls sehe ich es so auf Grund meiner Elebnisse, als Partygänger und DJ und hoffe ebenso, das sich auch noch all die anderen Probleme, welche in den letzen Jahren entstanden sind, nun langsam wieder ein wenig in den Schatten treten. Sei es nun Repressalien durch Staatsgewalt, Politik, überhöhte DJ-Gagen und der draus entstandenen Preispolitik bei den Clubs und Events, oder der unbedachte und unkontrollierte Konsum von verschiedenen Substanzen. Dies ist aber ja nicht nur in unserer Szene ein Problem, denn ob Hip Hop oder Rock .. „gefaiert“ wird auf verschiedene Art und Weise überall und auch viel. Gerade dies ist mittlerweile nicht nur ein szenetypisches Problem, welches vor allem uns immer wieder gerne unterstellt wird, sonder ist ein gesellschaftliches Problem, welches teilweise Weltweit vorherrscht und viele gesellschaftliche Faktoren zur Ursache hat. Die Musik allein dafür Verantwortlich zu machen, halte ich für einen großen Frevel und ist mit Scheuklappen gedacht.

Wie Ihr seht, kann man bei einen Thema anfangen und immer weiter in andere Richtung schauen. Wer nun aber dennoch auch diese Jahr gerne auf die Parade gefahren wäre, der hat ja noch anderen Möglichkeiten ein wenig Paradenfeeling zu bekommen. Denn nachdem im März mit ca. 250.000 Besuchern die dritte Loveparade Mexiko City stattgefunden hat, wird es in diesem Jahr am 25. September zum ersten Mal eine Loveparade in San Francisco geben. Außerdem findet am 27. August die mittlerweile sechste Loveparade Tel Aviv statt. Und wir wollen ja auch nicht die Streeparade in Zürich am 07.August vergessen, welche in den letzten Jahren an Beliebtheit immer mehr dazu gewonnen hat. Diverse Paraden in Deutschland gibt es ja auch noch.. und auch wenn diese vielleicht ein wenig kleiner sind, so muss dies ja nicht unbedingt ein Nachteil sein. Im Übrigen wird die "The Love from Above" Party, welche es normalerweise im Rahmen der Love Parade gibt, wie geplant am 9. Juli 2004 in Berlin stattfinden. Mit dabei sind natürlich neben Paul van Dyk auch DJ´s wie Tiësto, Timo Maas. In diesem Sinne macht diesen Sommer das Beste draus.

Euer Grille
 

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Eure ToFa


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