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Marc Vedo (Koolwaters,Bristol,UK)
Interviews | 14.11.2005 - 10:42:36
... über Ihn, seine Musik und Boy George
Seite 1: ... über Ihn, seine Musik und Boy George
Nachdem wir Euch Interviews aus dem eigenen Gefilde und Asien präsentierten, machen wir dieses Mal den Sprung in das Nachbarland England, wo ein befreundeter DJ grosse Erfolge verzeichnen kann. Marc Vedo, der mit viel Eigeninitiative und Kraftaufwände sich einen grossen Namen gemacht hat, erzählt uns, wie es dazu kam, dass in sehr regelmässigen Abständen mit Boy George die Welt beschallt.

Vor einigen Jahren gründete er, in Taunton (Südwesten von England) seine eigene Organisation "Koolwaters", welches man auch als sehr wachstums starkes Unternehmen der Musik-Industry bezeichnen kann.

Seit nun mehr als 1.5 Jahren, arbeitet Koolwaters sehr intensive an der Verbreitung seines Sounds, spezielle Events wie Ministry of Sound in Taipei-Taiwan, AgeHa in Tokyo- Japan, The Government in Toronto- Canada, Avalon in New York- USA, Pacha in Buenos Aires- Argentina und BabyFace- Beijing- China, sorgten für den hohen Bekanntheitsgrad. Nebenbei präsentiert das Unternehmen eine wöchentliche Radiosendung, die sogar in ganz Russland und Teilen in Asien zu höhren ist. Gesponsert wird diese übrigends von Malborough und erreicht inzwischen mehr als 1 Millionen Zuhörer.

Ohyate: Wie geht es Dir Marc ?

Marc Vedo: Mir geht es sehr gut, vielen Dank, bin unheimlich voll mit Arbeit.

Ohyate: Du bist gerade von einer grösseren Asien Tour zurückgekommen. Welche Länder hast Du bereist?

Marc Vedo: Wir waren auf den Philippines, Taiwan, Borocay, Singapore, Jakarta, Tokyo, Seoul, Shanghai, Hong Kong and Beijing

Ohyate: Wie unterscheidet sich die asiatische Crowd von der Europäischen ?

Marc Vedo: Die sind wirklich total anders. Die Musik-Kultur ist total im Kommen. Die Europäer, speziell die Engländer, Deutschen und Holländer haben seit Jahren eine hochentwickelte Musik-Kultur...und jetzt gibt es eine 2. und 3. Generation von Clubber, so dass ich denke, dass dieses unser tägliches Leben ist. In Asien jedoch ist es anders. Einige Länder sind noch nicht so weit entwickelt, wie die hier im Westen. Elektronische Musik gibt es zwar dort schon seit einiger Zeit, jedoch ist diese für die grosse Masse scheinbar erst jetzt zugänglich geworden. Und genau diese Masse beginnt nun die Musik besser zu verstehen.

Ohyate: Hast Du während der Tour irgendwelche speziellen Erfahrungen gesammelt ?

Marc Vedo: Es war phantastisch die verschiedenen Teile Asiens zu entdecken. Ich bekam einen guten überblick über die Kulturen und bin nun noch mehr vorbereitet auf meine nächste Asien Tour, die ca. im Oktober stattfinden wird. Die Menschen sind wirklich unglaublich freundlich, auch wenn in manchen Ländern unheimliche Armut herscht. Singapore hingegen ist für mich das absolut sauberste und sicherste Land der Welt. Ich war unheimlich Beeindruckt von der Produktion und dem Geldfluss, der in die Gestaltung eines Events gesteckt wird. Jede Party war unglaublich genial und alleine das Set-Up was sehr professionell. Die Sponsoren scheinen das Blut der Dance Music in Asien zu sein. Es scheint, dass jeder Organisator generell Sponsoren für alles verwenden, was allerdings verständlich ist, wenn man sich diverse DJ Gagen der Top DJ’s Weltweit ansieht.

Ohyate: Du tourst oft mit Boy George. Jeder der dieses hört, sagt nur „wow“. Bitte erzähl uns doch mehr darüber. Wie kam es z.B. dazu, dass Du regelmässig mit ihm auflegst ?

Marc Vedo: Ich arbeite mit George schon seit vielen Jahren zusammen, wenn es um England geht. In den letzten 2 Jahren hat Koolwaters Events Quer über den Globus verteilt organisiert, wobei George einer der DJ’s ist, den wir am meisten mit einbinden. Nachdem wir zusammen öfters aufgelegt haben, wurde ich von seinem Manager gefragt, ob ich nicht mit Boy auf all seinen internationalen Events zusammen zu spielen. Nun planen wir dieses, um eine Partnerschaft aufzubauen, so dass die Menschen uns als Duo erkennen. Neben dieser Planung, arbeiten wir gerade an einer 5 Serien Compilation mit Mixen von uns beiden. Ebenfalls arbeiten wir gerade sehr hart im Studio, um ein paar knallende House-Tracks zu basteln.

Ohyate: Wie ist es für Dich persönlich mit Boy George aufzulegen?

Marc Vedo: Es macht mir unheimlichen Spass, denn George hat seinen eigenen Stil und Art mit dem Publikum umzugehen, welches auch immer sehr spannend ist, zu beobachten. Musikalisch passen wir auch sehr gut zusammen, manchmal spiele ich vor und manchmal nach ihm. Die andere interessante Sache ist, dass George meistens in riesigen Clubs spielt, die randvoll bis oben mit Clubbern gefüllt sind, spielt. Die Fans sind meistens George richtig verfallen. George war ja auch einer der grössten Stars der 80, der unheimlich viele Menschen musikalisch berührt hat. Die Fans von früher, sind auch heute noch Fans und lieben seinen neuen House-Sound.

Ohyate: Denkst Du ab und zu, dass Du nur in seinem Schatten stehst ?

Marc Vedo: Das ist etwas was ich noch nicht wirklich empfunden habe. Letztendlich ist seit mehr als 20 Jahren im Musikgeschäft, also wie kann man im Schatten von jemanden stehen, der sein Lebenlang so hart gearbeitet hat, um was grosses zu erreichen ? Alles was ich tun kann, ist seine grosse Arbeit zu bewundern und natürlich davon zu lernen. Wenn ich in meiner Karriere soviele Menschen musikalisch so berühren kann wie er, dann werde ich fühlen, dass ich ebenfalls gross Karriere gemacht habe. Er hat Millionen von Platten, Alben, Compialation verkauft, hunderte von TV Interviews und und und..die Liste ist unendlich. George hilft mir nun dieses ebenfalls zu erreichen und ich fühle mich wirklich priviligiert so eine Chance von George zu erhalten. Er sagte, dass er mir helfen möchte, mich zur Spitze der Musikindustrie führen möchte, wobei ich aber auch meinen eigenen Weg gehe, das ist unser Businessplan. Soweit läuft alles sehr gut und ich bekomme bookings von den Clubs, bei denen ich mit George zusammen aufgelegt habe. Auf der anderen Seite war ich recht erfolgreich bevor ich George traf, doch was nun geschiet ist völlig anders. Ich glaube, ich traf George nur aus einem Grund, und zwar dass ich einiges vorher schon richtig gemacht habe. Ich war vorher Resident bei Ministry of Sound, Slinky, Sundissential, Miss Monneypennies, Koolwaters, Naughty but Nice.

Ohyate: Was für ein Mensch ist George so im privaten und auf der Bühne?

Marc Vedo: George hat viele Gesichter, einige kommen nur sehr selten zum Vorschein. George ist im privaten sehr anders, als man eigentlich erwartet. Auf der Bühne ist er permanent im Rampenlicht, was ihn manchmal besorgt, obwohl er es auch liebt. Auf der anderen Seite ist er ganz entspannt, und geht mit dem Fluss. Ich glaube, dass einzige was ihn ein wenig nervt ist, dass wenn er auf der Bühne steht, Leute ohne Unterbrechung Fotos von ihm schiessen, filmen oder nach Autogrammen fragen, denn letztendlich ist er auf der Bühne schwer am arbeiten, was anscheinend manchmal einige vergessen. Wenn ich in seiner Situation wäre, fände ich dieses ebenfalls nicht so gut.

Wenn wir unser Hotel nach unserem Gig erreichen, setzen wir uns meistens hin, chillen und reden über den Abend, über das Leben, die Liebe usw. Es ist klasse, dass jeder auch wirklich seine eigene Meinung hat, so dass wir auch mal hitzige Debatten führen können. Wie alle Freunde kann man sich auch mal gegenseitig nerven, das ist ganz normal...Wir entwickeln aber auch viele neue Ideen für neue Songs oder diskutieren wohin wir als nächstes gehen wollen bzw. spielen wollen.

Ohyate: Welches ist die Richtung in die Du als DJ und im privaten gehen möchtest ?

Marc Vedo: Als DJ habe ich wirklich verschiedene Kreuzungen entdeckt. In England und Europa, kennen mich die Leute für meine Trancelastige Musik, was sich wirklich schnell weiterentwickelt, und das obwohl ich auf dem Rest dieses Planeten wie Nord-Mitte und Südamerika, Asien, Afrika mich mehr als House DJ kennen. Ich arbeite nun sehr intensiv an mir, um diese Situation für mich selber zu klären. Sieht dennoch so aus als hätte ich zwei Aliases, einen für House und einen für Trance. Mir gefallen diese beiden Stile sehr gut, und ich spiele beide sehr gerne. Ich hoffe, dass die Clubbing Crowd erkennt welcher Alias jetzt spielen wird.

Im privaten Leben, arbeite ich für meine eigene Zukunft sehr hart. Ich möchte ein festes Netz für meine Famlie haben, auch wenn ich noch nicht verheiratet und keine keine Kinder zur Zeit habe...lol...

Ohyate: Was spielt die Musik für eine Rolle für Dich ? Warum bist Du überhaupt in das Musik Business eingestiegen ?

Marc Vedo: Wie ich in meiner vorrigen Antwort schon sagte, House und Trance sind meine wirkliche Leidenschaften, welches der Grund ist, warum ich mich für die Musik Industrie entschieden habe, als wäre Sie der Pfad in meinem Leben. Bis zum 18. Lebensjahr spielte ich professionelles Fussball, als ich in einem Sommer meine Leidenschaft zum Dj’ing entdeckt habe. Nach diesem Sommer, war mir ganz klar, dass ich DJ für den Rest meines Lebens sein möchte.

Ohyate: Die Deutschen sehen den englischen Musik Markt als unheimlich wichtig an. Was ist denn so speziell an der Englischen Musik Szene ?

Marc Vedo: Ich glaube das ganze Land akzeptiert und versteht die Musik weit mehr, als jedes andere Land auf der Welt. Wir sind mit der Dance Music seit Ende der 80gern aufgewachsen. Viele heutige Eltern, waren damals die Clubber, Um also als ausländischer DJ in solch einem Land bekannt zu sein, bedeutet dem Gast sehr sehr viel. Ich glaube, dass die Engländer schon immer grossen Einfluss auf die Szene hatten. Angefangen von Clubnights wie z.b. Cream, Gatecrasher, Ministry of Sound, Slinky, God’s Kitchen, Global Underground bis hin zu unseren grossen Mengen an DJ’s quer durch die Musikgenres, ist es recht einfach zu verstehen, wie die Engländer ihr Verständnis zur qualitativen Musik untermauern konnten. Das gilt nicht nur für Dance Music, sondern auch für sämtliche Musikrichtungen, angefangen von Beatles, Rolling Stones, David Bowie um nur ein paar wenige zu nennen. Wir haben jede Woche vom Norden nach Süden unheimlich viele gute Clubs. Wenn Du also quer durch England reist, entdeckst Du in vielen verschiedenen Winkeln des Landes Top DJ spielen, was bedeutet, dass hier viel Geld umgesetzt wird. England ist, nach den Amis, der zweit grösste CD-Verkaufsmarkt.

Ohyate: Reden wir mal über Koolwaters, Ich glaube Du hast die Frage bestimmt schon 1000mal gehört, trotzdem wollen wir nachfragen, wie es zu dieser Namensgebung kam...da der Name Coolwaters – Das Parfüm...bereits einen sehr grossen Namen besitzt ?

Marc Vedo: Es kam einfach über mich...irgendwie hat der Name meines Erachtens sehr gut zu dem Club gepasst,in dem ich zu dieser Zeit arbeitete. Ich erinnere mich noch, dass es recht nah am Fluss war, als ich diesen Gedanken empfang.

Ohyate: Deine Bio liest sich wie die Broschüre meines Reisebüros: China, Singapore, USA, Canada, Süd Africa usw. ..welches Land gefällt Dir am besten und warum ?

Marc Vedo: Ich liebe Canada, wahrscheinlich da ich mich dort am stärksten bzw. sichersten fühle. Seit einigen Jahren lege ich bereits regelmässig in Canada auf, und es scheint, dass die Crowd und die Clubs meinen Stil wirklich mögen. Ich liebe auch die Menschen und das Land und habe inzwischen viele Freunde dort gefunden. Die Kanadier sind sehr Englisch, haben jedoch ihr eigenes lokalen Denken.

Ohyate: Du und ich, wir beide, haben einen sehr enge Beziehung zu Portugal, für mich ist es das Essen (Ich liebe Ameijoas a bulhao pato etc) und die herzlichen Menschen, was ist es beid Dir ? Und wie hast Du die Menschen in den Clubs dort empfunden ?

Marc Vedo: Meine Verbindung zu Portugal ist tief verwurzelt und spielt immer eine grosse Rolle in meinem Leben. Ich bin in Portugal „Gross“ geworden, war dort auf der Schule...und mein Vater Portugiese...die Hälfte meiner Famlie sind Portugiesen. Ich fühle mich deshalb natürlich sehr patriotisch. Meine andere Seite ist sehr Englisch, bedingt durch meine Englische Mutter und die zweite Hälfte meiner Familie ist somit Engslich. Hier in England habe ich die letzten Jahre gelebt. Leider spiele ich nicht so oft in Portugal, und da ich dieses Land als meinen sicheren Hafen ansehe, habe ich meine Karriere auch nicht unbedingt stark in diese Richtung gedrückt, wobei ja nichts unmöglich ist. Inzwischen habe ich einen recht hohen Status in der weltweiten Szene erreicht. Es wäre phantastisch wenn ich auch in Portugal als Top DJ angesehen werde würde, das wäre für mich echt etwas ganz spezielles...hat natürlich auch den Vorteil, dass mich meine Familie öfters auflegen sehen könnte

Ohyate: Vielen Dank für das Interview ! Gibt es noch irgendetwas was Du den Clubbern, Deinen Fans und unserer Community mitteilen möchtest ?

Marc Vedo: Die letzten 10 Jahre, die ich in dieser Industrie gearbeitet habe, habe ich richtig geliebt, speziell zu lernen und entertainen, wie man Leute zum tanzen bewegt, die Musik trends, verschiedene Moden, Clubs usw. Ich kann nur „Vielen Dank“ an alle sagen, die mich über die ganze Zeit supported haben und mir die Möglichkeit gaben soviel zu entdecken.

Auf noch viele Jahre qualitative Musik
Respect and Love
Vedo
 

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