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Die Razzia im U60311 (2002)
Specials | 11.05.2002 - 18:30:46
... so war das damals.
Seite 1: Razzia im U60311.. und das Danach
Der folgende Bericht wurde damals am Morgen des 11. Mai 2002 kurz nach den Geschehnissen im U60311 von mir geschrieben. Ich schrieb es so wie ich es erlebt hatte und versendete per Newsletter diesen Text an ca. 300 Leute. Innerhalb von Tagen wanderte dieser Text durch sämtliche Mailkästen, Foren und landete auf den verschiedensten Webseiten. In den darauf folgenden Tagen stieg unsere Besucherzahl auf der Seite auf fast 1500 pro tag an und flaute erste gegen Ende wieder ab. Hier könnt Ihr noch einmal nachlesen, was sich damals um die Razzia im U60311 angesammelt hatte.  Euer Grille
 
Aus den News vom 11.05.2002:

Heute Nacht um 0.30 Uhr sind im U60311 Beamte vom Amerikanischen C.I.D. und der Deutschen Polizei eingerückt. Sven Väth war gerade dabei sich musikalisch einzustimmen, als er von den Beamten unterbrochen wurde. Das Licht ging an und von allen Eingängen, vor allem aber vom Hinteren kamen etliche Uniformierte C.I.D. und Polizeibeamte. Alle vorhandenen Personen mussten sich auf den Boden setzen. Ein Deutscher und ein Amerikanischer Beamter Informierte dann über die Sachlage. Es hieß, es würde gezielt nach Personen gesucht. Damit waren Amerikanische Bürger gemeint, welche vom C.I.D. eingesammelt wurden. In dieser Zeit musste jeder an seinem Platz bleiben, während Beamte durch die Menge gingen und auch mit Videokameras gefilmt wurde. Mehrere gefunden Personen wurden, dann über die Hintertür hinaus gebracht, teils auch in Handschellen. Das ganze lief eine Weile, bis die Beamten weiter Anweisungen gaben. Es sollten alle Personen mit Amerikanischer Staatsbürgerschaft zu Vorder- und Hintertür hinausgehen. Deutsche Personen sollten in der U-Bar die beiden Treppen links und rechts nehmen. Wer seine Jacke in der Gardarobe hatte sollte warten und dann seine Kleidung abholen. Weiter hieß es, dass wer etwas Illegales einstecken hat, es auf den Boden schmeißen sollte, aber man es sich vorbehielt einzelne Personen beim Verlassen zu Durchsuchen. Über die Frage wie es weiter gehen soll, sagte man "es wird sich Zeigen" und das es eventuell dann weitergeht". Dies, so glaube ich aber, war nur zu Besänftigung da, um die Leute ohne Probleme aus dem U zu bekommen. Draußen bildete sich eine riesige Menschentraube und es war Verstörtheit und ein großer Uptörn zu spüren. Es dauerte noch eine Weile bis man die riesige Menge dann in Kenntnis setzte, dass dieser Abend im U nicht weiter gehen wird. Die folgenden Minuten waren ein Toben, Pfeifen und Grölen der Leute zu hören, was auch nicht anders zu erwarten war. Irgendwo weiter vorne erschallten dann Beats aus einem Auto, worauf einige zu Tanzen anfingen. Leider wurde dieses spontane Feiern von den Polizeibeamten unterbrochen. Daraufhin hörte man in lauten Sprechchören "Party, Party" und die Straße Richtung Kaufhof wurde mit eine Sitzt und Stehblockade dicht gemacht. Niemand wollte gehen und alle hofften auf ein Gutes Ende.

Mittlerweile hatte sich der Verkehr gestaut, daraufhin rücken Polizeibeamte Richtung der "Mini Demo". Doch es wurde ein Weg gefunden dies friedlich zu lösen. Sven Väth ging auf die Leute zu um Sie zur Vernunft aufzurufen. Dies gelang Ihm auch mit den Worten ".....dann lasst uns doch auf den Bürgersteigen weiter machen". Die Menge hatte sich beruhigt, aber die Straße und die Bürgersteige waren weiterhin mit zig Menschen voll. Die Frage wo es jetzt hingeht stellte sich. Diese Frage wurde wenig später von Sven beantwortet. Mit einem Megafon lies er verlauten, dass die Party im Sam Lord in der Kaiserstr. verlegt wird. Eintritt frei. Dies hatte dann zur Folge, dass wie die Lemminge sich die Masse Richtung Kaisertr. machte. Dort wurde, wenn auch mit etwas angeschlagener Stimmung weiter gefeiert.

Mittlerweile war um das U und einige Straßen weiter alles Abgesperrt. Es waren mindestes 10 Polizeibusse im Einsatz. Die Frage was nun wird, kann noch Keiner Beantworten. Es liegt wohl am Ermessen, was für eine Auswertung die Kontrollen und die Funde der weggeworfenen Substanzen ergeben. Heute am Samstag sollte ja unter anderem der Clubnight Geburtstag mit im U gefeiert werden. Danach sollte es Afterhour geben. Ob diese stattfinden oder nicht, wird sich zeigen. Auch die weitere Zukunft liegt wohl nun auf der Waagschale. Das Airport in Würzburg hat erst vor kurzem eine Razzia überlebt. Bleibt also nur zu hoffen, dass unser U dies auch überlebt. Und so hoffen wir, dass es nicht wie so manch andere Laden von der Bildfläche verschwindet und Frankfurt immer mehr von einer ehemaligen Technohochburg verliert.

Grille

Update am 11.05.2002:

•    Mittlerweile ist es 15 Uhr. Wie in den XXL-Nachrichten zu hören war, war die Sache von der Staatsanwaltschaft, Ordnungsamt, Polizei und C.I.D. gut geplant wurden. Laut Aussagen der Polizei gegenüber XXL bleibt das U60311 bis auf weiteres geschlossen. Deshalb wurde die XXL Clubnight Geburtstagsparty verlegt. Der CLUBNIGHT-BIRTHDAY findet also trotzdem in vier Locations statt. Das für das U60311 geplante Line-Up mit u.a. Terry Lee Brown Jr. und Phil Fuldner zieht 500m weiter und 30m nach oben, nämlich auf die Ebene 7 der Zeilgalerie! Die Location ist sehr geil, wie ein riesiger Wintergarten mit einer Galerie und einer großen Terrasse hoch über den Dächern der Stadt. Die Location wird von den XXL Shuttle-Bussen angefahren.

•    Mehr zu den Einsatz im U60 will die Staatsanwaltschaft am Montag bekannt geben. Dann wird man wohl auch mehr, über den weiteren Verlauf des U60311 erfahren. Warten wir den Montag und seine News ab.

•    Mittlerweile ist das Thema Razzia im U60 Top Thema in den Gästebüchern und Foren. Vor allem wird darüber diskutiert warum Amerikanische Beamte an der Razzia beteiligt waren und warum spezifisch Amerikaner gesucht wurden. Nun der C.I.D. ist nix anders als eine Art Kripo, welche hier für die Leute bei der Army zuständig ist. Im U und in vielen anderen Läden sind regelmäßig Leute von der Army am feiern. Diese machen dies aber teils ohne Ausgangserlaubnis und auch der Exzessive Alkohol- und Drogenkonsum war den Amerikanern ein Dorn im Auge. Da aber Amerikanische Beamte nicht einfach so auf Deutschen Boden eine Razzia durchführen dürfen, war es zwingend notwendig, dies mit den Deutschen Behörden abzusprechen und umzusetzen. So wurden aber gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Denn, dass auch die Deutschen Behörden dies nutzten war klar. So konnten zwar die meisten ohne Kontrolle das U60 verlassen, aber auch da gab es einzelne Durchsuchungen. Die meisten hatten aber Ihre Illegalen Substanzen eh auf dem Boden des U60 gelassen. Welche Mengen an gefunden Dingen es gab, wird wohl erst die Auswertung der Staatsanwaltschaft zeigen. Ebenso werden dann vielleicht auch Diverse Gerüchte richtig gestellt, welche die Betreiber des U60 betreffen. Im Moment sollte man nicht alles glauben, was einen von irgendjemand erzählt, oder hier im Netz verbreitet wird. Im Moment gehen da die tollsten Geschichten um.

Wir hoffen jedenfalls, dass das U60 bald wieder seine Pforten öffnet. Im diesen Sinne die besten Wünsche an das U60-Team und alle U-Gänger da draußen.

Aus den News vom 13.05.2002:

•  Update Razzia: Die ersten Zeitungsberichte sind erschienen. So in der Frankfurter Rundschau. http://www.fr-aktuell.de/archiv/fr30t/h220020513073.htm . Seltsam ist nur der Widerspruch des Einsatzes von Amerikanischen Behörden. Militärpolizei wird verneint, aber es war ja auch der C.I.D. und das ist ein Unterschied. Dennoch sehr seltsam.

•  Der Offizielle Bericht zur Razzia wurde nun von der Pressestelle der Frankfurter Polizei herausgegeben.

>>Innenstadt: Diskothek durchsucht und geschlossen.

Auf Grund eines Beschlusses des Amtsgerichtes Frankfurt am Main wurde in den frühen Morgenstunden des 11.05.2002 eine unterirdisch gelegene Diskothek am Roßmarkt durchsucht. Anlass der Durchsuchungsmaßnahme sind von Staatsanwaltschaft und Polizei geführte Ermittlungen wegen des Verdachtes des Handels und Konsums von Betäubungsmitteln in den Räumen der Diskothek.

Die Vollstreckung des Beschlusses dauerte von ca. 00.30 Uhr bis gegen 03.20 Uhr. Im Zuge der Maßnahmen nahmen die Beamten vierzehn Personen vorläufig fest, von denen drei inzwischen dem Haftstaatsanwalt überstellt wurden. Eine noch nicht näher zu bezeichnende Menge verschiedenster Betäubungsmittel konnte sichergestellt werden.

Die Diskothek wurde nach Abschluss der Durchsuchungsmaßnahmen gemäß polizeilicher Verfügung geschlossen.

Im Anschluss an die Maßnahmen kam es durch ca. vierhundert ehemalige Gäste der Disco zu einer vorübergehenden Blockade der Straße Am Roßmarkt. Durch deeskalierende Ansprache der Personen, insbesondere unter maßgeblicher Mithilfe des Diskjockeys Sven Väth, konnte die Blockade wenig später aufgehoben werden. Das Gros der Personen begab sich daraufhin in ein Lokal auf der Kaiserstraße. <<

•  19:48 Uhr Hessenschau
So eben lief auf HR 3 ein Bericht zur Razzia. Darin hieß es, dass die Geschäftsführung sich mehrmals an die Polizei gewendet hat um das "Drogenproblem" zu lösen. So ging es vor allem um den Verdacht, dass Türsteher in illegale Geschäfte verwickelt sind. Nun wird aber leider auch der Geschäftführung Punkte entgegengebracht, welche harte Vorwürfen enthalten. So wird behauptet, dass das Hilfegesuch nur ein Vorwand war um sich rein zu waschen. In den nächsten 2 Tagen soll vom Ordnungsamt entschieden werden wie es weiter gehen wird.
Das Türsteher immer wieder in Kriminelle Machenschaften verwickelt waren, hatte schon zu genüge die Vergangenheit bewiesen. So waren auch Türsteher des Loft-House letztes Jahr hochgenommen wurden, mit dem Nachweis des Drogenhandels.
Die Vorwürfe des Reinwaschens, wurden im Interview mit einem der Betreiber der U60 entschieden zurückgewiesen. Es wäre auch eine Phrase, wenn man als Schaf zum Wolf gehen würde und ist nicht sehr haltbar. Das ganze klingt wieder mal nach einem typischen Bürokratenakt. Bleibt also zu hoffen, dass die Vorwürfe sich in Luft auflösen und eine Einigung, welche für alle Parteien zufrieden stellend ist gefunden wird. Dass bei der Aktion aber auch Amerikanische Beamte beteiligt waren, wurde auch hier nicht erwähnt. Anscheinend möchte man diverses Fakten doch nicht ans Licht der Öffentlichkeit bringen. Wir haben bereits die Pressestelle der Polizei angeschrieben und hoffe eventuell bald mehr Informationen zu dem ganzen Sachverhalt liefern zu können.

Aus den News vom 14.05.2002:

•    Heute erschien ein weiterer Bericht zum Thema U60311 in der Frankfurter Rundschau. -> http://www.fr-aktuell.de/archiv/fr30t/h220020514055.htm
Dieser Bericht ist leider nicht mehr verfügbar und auch im OnlineArchiv der Frankfurter Rundschau ist er verschwunden.Dafür ist an dieser Stelle ein ander Bericht, der aber nichts mit der Sache zu tun hat. Sehr seltsam.....

Vor kurzem gab es auch ein Interview mit Sven Väth. Zitat: "Manchmal denke ich schon: Habt ihr eigentlich noch alle Tassen im Schrank? Um was geht es euch eigentlich? Der DJ ist da, jetzt können wir alle druff sein? Oder geht es ums Musikalische? Kriegen die das überhaupt mit, was ich hier mache?" -> http://www.fr-aktuell.de/archiv/fr30t/h120020510124.htm

Auch das Alice-Project wurden ein kleiner Bericht geschenkt. Die Jungs sind vor allem mit Ihrem bunten Wohnwagen bekannt, wovor sie Aufklärungsarbeit in Sachen Drogen tätigen. -> http://www.fr-aktuell.de/archiv/fr30t/h220020514063.htm

•    Casspar Houzer in Australien zum Thema: Die Nachricht über das U60311 hat mich geschockt. Am Samstagabend telefonierte ich mit Ohyate in Singapore und ich dachte es wäre zuerst ein schlechter Scherz. Mittlerweile ist die Information über das U60311 bis nach Australien gedrungen und ich wurde von 2 DJ´s aus Sydney darüber angesprochen. Hier ist das U60 mehr als Cocoon bekannt.
Nun ist es raus. Laut RTL "Guten Abend Hessen" sind über 300 XTC-Pillen bei der Razzia gefunden wurden. Nun wird über ein neues Sicherheitskonzept im U60 beraten. Das klingt doch nach einem Lichtblick. Also Kopf hoch..

Aus den News vom 15.05.2002:

•    Wir haben den mysteriös verschwunden Bericht der Frankfurter Rundschau noch mal bekommen. Vielen Dank an dieser Stelle an Cordula von www.evo-club.de.

>>Türsteher sollen Lizenzen zum Dealen vergeben haben

Staatsanwaltschaft erhebt schwere Vorwürfe gegen Personal der Disco U 60311 / Zukunft des Clubs ungewiss. Von Volker Mazassek
Schwere Vorwürfe erhebt die Staatsanwaltschaft gegen Türsteher des in der Nacht zum Samstag geschlossenen Clubs U 60311. Sie sollen an Dealer Lizenzen zum Rauschgifthandel verkauft haben. Auch gegen zwei Club-Betreiber wird ermittelt. Bei der Razzia wurden größere Mengen Ecstasy, Kokain, Amphetamine und Haschisch sichergestellt.

Dass in der Disco am Roßmarkt reichlich Drogen im Umlauf sind, ist ein offenes Geheimnis und nicht weiter verwunderlich: Techno und Ecstasy sind in Teilen der Party-Szene eine innige Verbindung eingegangen, auch wenn das von interessierter Seite immer wieder bestritten wird. Frankfurts Star-DJ Sven Väth hatte am Samstag im FR-Interview deutlich gemacht, dass ihn der Pillen-Konsum mächtig nervt. Einem Teil des Publikums "geht es nur um höher, schneller, breiter. Das ist nicht mein Motto".

Aber es ist wohl das Motto vieler Stammgäste im U 60311, die sich beziehungsreich U-ser nennen. In der Szene war das bekannt, in etlichen Party-Berichten im Internet wurde offen darüber gesprochen. Ein Mensch namens Vyper schreibt: "Doch mit dem Schranz kommen die Drogen zurück. (. . .) So ist das U 60 freitags sehr von Druffies bestimmt, die das Bild eines Drogenclubs stark prägen und viele in ihren Vorbehalten gegenüber Techno im Allgemeinen und dem U 60 im Speziellen bestärken." Für Nicht-Eingeweihte: Schranz ist eine raue, schnelle, perkussive Techno-Spielart. Druffies sind Leute, die drauf sind, also Drogen genommen haben.

Eine Frau, die sich Toporflop nennt, beschreibt die Räumlichkeiten so: "Wenn man durch die Glastür am Ende des Raumes geht, kommt die Chillout- und Kifferzone. Auf der linken Seite befinden sich Metallbänke, die meist von Drogendealern besetzt sind oder von Konsumenten." Und ein c.k. malt sich aus, was passieren würde, wenn die Behörden das wüssten: "Würde dem U 60 eine Razzia drohen, wären die Eltern von halb Frankfurt und Umgebung damit beschäftigt, ihre Söhne und Töchter vom Polizeirevier abzuholen."

Nun, Polizei und Staatsanwaltschaft sind aufmerksam geworden. Aber ganz so schlimm kam es nicht; die meisten Besucher wurden in der Nacht zum Samstag in Ruhe gelassen. Die Ermittler klaubten nur auf, was die Gäste rasch hatten fallen lassen: Ecstasy-Tabletten, Kokain-Briefchen, Amphetamine, Marihuana. Polizeiund US-Kriminalpolizei griffen gezielt Leute, die sie als Verdächtige im Visier hatten: 14 wurden festgenommen. Sie sind alle wieder auf freiem Fuß. Auch zwei Türsteher und ein mutmaßliche Dealer, die dem Haftrichter vorgeführt wurden.

Die Türsteher sollen maßgeblich in die Drogengeschäfte verwickelt gewesen sein. Sie werden verdächtigt, Lizenzen an Drogenhändler verkauft zu haben, die dann ungestört ihren Geschäften nachgegangen seien, berichtet Job Tilmann, Sprecher der Staatsanwaltschaft. Dealer, die ohne Lizenz Drogen verkauft hätten, seien aufgegriffen und der Polizei übergeben worden. "So wurde der Eindruck erweckt, als würde aufgepasst", sagte Tilmann. Teilweise hätten die Türsteher auch den nicht-lizenzierten Dealern Rauschgift abgenommen und es den Händlern mit Verkaufserlaubnis weitergereicht.
Das Ermittlungsverfahren richtet sich ferner gegen zwei Betreiber des Clubs. Dabei wird geprüft, ob sie Drogenhandel und Drogenkonsum in Kauf genommen haben. Einer der beiden, gegen die ermittelt wird, ist Ralf-Rainer Rygulla. Er hatte am Sonntag gegenüber der FR erklärt, er habe im März bei der Polizei um Hilfe wegen des Drogenproblems gebeten. Daraus sei ihm nun in Form der Razzia "ein Strick gedreht worden". Bei der Behörde ist das Gespräch freilich ganz anders festgehalten worden. Der Betreiber habe sich lediglich erkundigt, ob gegen seine Türsteher ermittelt werde, sagte ein Polizei-Sprecher. Aus nahe liegenden Gründen habe man diese Frage nicht beantwortet.

Für den Club bedeuten die Razzia und die Ermittlungen einen jähen Absturz. Nach der Eröffnung im Oktober 1998 ist der Laden rasch zu einer bundesweiten Größe geworden. Das lag daran, dass er bei Teilen des Publikums als Nachfolger des legendären Omen galt, aber auch am Booking. Fast jedes Wochenende standen nationale und internationale DJ-Größen hinter den Plattentellern, was zum einen gepfefferte Preise nach sich zog, zum anderen gut fürs Renommee war. Mehrfach wählten Fachblätter das U 60311 zum bundesweiten Club des Jahres. Techno-Anhänger aus ganz Deutschland kamen zu den unterirdischen Partys.

Die Polizei hat den Club am Samstag vorläufig geschlossen. Jetzt ist das Ordnungsamt am Zug. Nach der Durchsicht der Polizei-Unterlagen falle eventuell schon heute ein Entscheidung über die Zukunft der Disco, sagte der zuständige Abteilungsleiter Klaus Diekmann. Gravierendste Sanktion wäre die dauerhafte Schließung.

In den neunziger Jahren ereilte das Omen dieses Schicksal, wenn auch nur vorübergehend. Nachdem die Betreiber damals ein strengeres Drogen-Regiment eingeführt hatten, durften sie wieder zum Tanz laden. Keine Konsequenzen gab es für das Loft House, dessen Chef-Türsteher im Oktober vergangenen Jahres festgenommen worden war. Fahnder erwischten ihn, als 15 000 Ecstasy-Pillen und 500 Gramm Amphetamin den Besitzer wechselten. Besonders pikant: Der Türsteher hatte früher im Ordnungsamt gearbeitet.
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Copyright © Frankfurter Rundschau 2002
Dokument erstellt am 14.05.2002 um 00:04:10 Uhr
Erscheinungsdatum 14.05.2002<<

•    Morgen ab 22 Uhr sollte man unbedingt Pitch Control auf XXL hören. Dort heißt es in den Ankündigungen "Einer der U60 Macher wird auch bestimmt vorbeikommen um zum einen zu schildern was überhaupt am Freitag im U60311 los war und wie es weiter gehen wird."

Aus den News vom 17.05.2002:

•    Heute ist ein weiterer kleiner Bericht in der Rundschau erschienen zum Thema U60311. Aber wirklich neues gibts dort leider nicht zu lesen.

>>Nach Drogenrazzia fallen Techno-Partys erst mal aus

In der Diskothek U 60311 am Roßmarkt wird an diesem Wochenende keine Techno-Party gefeiert. Nach Darstellung des Ordnungsamtes bleibt das Tanzlokal bis auf weiteres geschlossen. Eine Entscheidung über die weitere Zukunft fällt Ende nächster Woche, kündigte Abteilungsleiter Klaus Diekmann am gestrigen Donnerstag an.
In der Disko, die in einem ehemaligen Fußgängertunnel nahe der Hauptwache untergebracht und weit über Frankfurt hinaus bekannt ist, hatte in der Nacht zum vergangenen Samstag eine Großrazzia stattgefunden, die sich auf einen Beschluss des Amtsgerichtes stützte. Die Durchsuchung war Folge staatsanwaltschaftlicher Erkenntnisse, wonach in dem Musiktempel schwunghaft mit Drogen gehandelt wurde. Es wurden größere Mengen, vor allem Aufputschmittel, sichergestellt und 14 Personen vorübergehend festgenommen.

Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft wird gegen mehrere Türsteher wegen Drogenhandels ermittelt. Die beiden Geschäftsführer stehen im Verdacht, von den illegalen Geschäften gewusst und den Dealern Gelegenheit zum Handel verschafft zu haben.<<

Aus den News vom 29.05.2002:

•    U60311 - Es ist wieder OFFEN..........
Yes ..unendlich lang schien es gedauert zu haben, doch nun ist es soweit und das U wird am Freitag 31.5. wieder seine Tür öffnen. Damit dürfte die Frage, was man Freitags nun macht geklärt sein.
11 Jahre Delirium Party! mit Cristian Vogel live!, Ingo Boss, Chris Zander, Jörg Henze und in der U-Bar mit Chris Wood, Michael Schidlo, Charlie Cyris, Stefan Schmelz ........ also alles klar oder? :-)

•    Update U60311: Wie nicht anders zu erwarten wird es im U60 etwas anders zugehen als sonst. Auf Grund der Auflagen der Stadt, wird es kräftige Kontrollen an der Tür geben. Aber auch andere Maßnahmen um das U sauber zu halten wird es geben. Also was sagt uns das???

LASST EURE ZEUG DRAUSSEN, DAMIT DAS U NICHT IRGENDWANN WIRKLICH DICHT MACHT.
 

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Eure ToFa


   Jennie
17.10.2010 - 11:27:25  

Da bin ich grad nach Köln umgezogen gewesen und habs nur erzählt bekommen und sau froh nicht dabei gewesen zu sein weils genau meine extrem u60 zeit war.
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