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News.de | 19.07.2011 - 16:47:53
Torkelnde auf Autobahn, Stadt prüft Fortführung, Stellungnahme des Veranstalters

Das Sea of Love Festival bei Freiburg endetet im Chaos.  Mit viel Glück passierte nichts Schlimmeres, doch kann man den Querverweis auf die Love Parade Katastrophe nicht abstreifen bei den Fakten. Das Sea of Love Festival ist kein Neuling unter den Großveranstaltungen und besteht schon seit 10 Jahren. Um so verwunderlicher, dass es diesmal zu diesen Zuständen gekommen ist. Passend zm 10 jährigen Jubiläum wurde das Festival auf 3 Tag erweitert. Bisher das Sea of Love nur an einem Tag. Vielleicht hatte man sich mit diesem Vorhaben doch etwas übernommen.

Einge Punkte, die an diesem Weekend falsch gelaufen sind errinnern aber auch an andere Veranstaltungen. So sind schlechte Wasserversorgung und überteuerte Preise nun wirklich nichts Neues. Hier nun aber einige zusammenfassenden Berichte und das Statement der Betreiber zum Chaos auf der Sea of Love.

Chaos bei Sea of Love: Stadt will sich zu Vorwürfen äußern

Verkehrschaos, überforderte Ordner, zugestellte Fluchtwege: Die Sea of Love 2011 ist am Wochenende aus dem Ruder gelaufen. Polizei und Rettungsdienst werfen dem Veranstalter schwere Versäumnisse zu. Auch zur Rolle der Stadt gibt es Fragen. Die will sich demnächst äußern.

Einigermaßen fassungslos reagierten Polizei und Rettungsdienst auf das organisatorische Chaos. "Wir haben unheimlich viel Dusel gehabt, dass nichts Schlimmes passiert ist", sagte etwa der Leitende Notarzt Frank Koberne, der selbst vor Ort war. Polizeisprecher Karl-Heinz Schmid hatte bereits nach brenzligen Situationen bei der Festival-Eröffnung am Freitagmorgen von zugestellten Fluchtwegen und fehlenden Ordnern berichtet.

Beim eilig einberufenen Ortstermin am Samstagmorgen stand laut Martin Schulz, dem stellvertretenden Leiter des Ordnungsamtes der Stadt, sogar ein Abbruch des Festivals zur Debatte – was aber augenblicklich verworfen wurde, auch weil dies angesichts der Tausenden von teils sehr weit angereisten Fans nicht durchsetzbar gewesen wäre.

Torkelnd auf der Autobahn

Die gefährlichste Situation gab es am Samstagabend nach Ende der Auftritte auf dem Gelände am Tunisee nahe der Autobahnauffahrt Nord. Viele Besucher wollten zur Aftershowparty auf die Messe. Das Shuttle-Bus-System funktionierte aber nur schleppend. Vor der Autobahnunterführung (Bild oben), einem Nadelöhr, gab es einen Rückstau von vielen hundert Fans, nicht alle mehr im Vollbesitz ihrer geistigen Kräfte.

Rund 40 Besucher kletterten auf die Böschung und überquerten die Autobahn – die Polizeileitung bereitete bereits eine Sperrung der A 5 vor. Doch ihren Kollegen vor Ort gelang es, die A 5-Fußgänger wieder einzufangen. Aber auf dem Zubringer-Nord torkelten angetrunkene Festivalgäste. "Autos konnten da nur noch im Schritttempo fahren", berichtet Notarzt Koberne. Viele Festivalbesucher irrten orientierungslos durch den Mooswald – auf der Suche nach dem Fußweg zum Messegelände.

Widerspruch des Veranstalters gegen Auflage

Die Stimmung auf dem Festivalgelände sei davor friedlich und entspannt gewesen, berichtete die Polizei am Sonntag. Doch auch am Tunisee gab es immer wieder Probleme. So sei der Veranstalter der in der Genehmigung verfügten Auflage nicht nachgekommen, den Besuchern kostenloses Leitungswasser zur Verfügung zu stellen, so Notarzt Koberne.

"Viele Gäste dehydrierten und mussten dann von den Sanitätern versorgt werden", so der Mediziner. Manche würden auch nichts mehr trinken, weil sie sparen wollten oder kein Geld mehr hätten. Koberne hat eigenen Angaben zufolge auf die Trinkwasser-Auflage bestanden, auch nach dem Widerspruch des Veranstalters. Umgesetzt sei sie dann aber nicht worden. Später ging dann an einigen Verkaufsstellen das Mineralwasser aus – was für eine aggressive Stimmung sorgte. Ein Besucher aus der Schweiz beschwerte sich später, dass man für Mineralwasser eine halbe Stunde anstehen musste.

Das Festival hatte schon am späten Freitagnachmittag mit Schwierigkeiten begonnen. Bei der Anreise der Campinggäste brach der Verkehr rund um die Messe komplett zusammen, auch auf der Mooswaldallee.

Das Einchecken auf dem Riesencampingplatz auf dem Messegelände war viel zu zeitaufwändig, was den Rückstau auslöste. Rund 7000 Besucher konnten auf den Platz; als der gefüllt war, standen noch viele auf den Straßen und suchten Ausweichplätze – unter anderem auf dem Flugplatz. Dort wurden auf der Baustelle für den Papstbesuch die Markierungen zerstört. Die für heute geplante Asphaltierung der Wege muss deswegen verschoben werden.

"Wir haben nicht gerechnet, dass alle Camper auf einmal ankommen", räumte Bela Gurath vom Veranstalter Endless Event am Samstag ein. Im vergangenen Jahr sei das anders gewesen. Ein Dutzend Anrufe hat Horst Bergamelli am Wochenende erreicht. Dem Vorsitzenden des Bürgervereins Mooswald schilderten die Anwohner, wie die Partygänger grölend durch die Straßen zogen und in die Vorgärten pinkelten. Vom Stadtteil Mooswald her suchten und fanden die Besucher den Weg auf den Flugplatz, um dort ihre Zelte aufzuschlagen. Genau das, was laut Bergamelli im Vorfeld verhindert werden sollte. Er vermisste Ordner und Beschilderungen. "Diese Veranstaltung war ein Unding", sagte Bergamelli der BZ. "So etwas werden wir nicht mehr dulden." Notfalls werde es Sitzblockaden geben.

Am Sonntag waren die Veranstalter nicht zu erreichen. Und auch die Stadt, die das Festival genehmigt hatte, wollte sich nicht äußern. Antworten gab es erst einmal keine. Am Montag will Bürgermeister Otto Neideck jedoch eine Pressekonferenz geben.

Auf Facebook hat sich inzwischen eine Gruppe gegründet, die eine Sammelklage gegen die Veranstalter plant. Am Montagvormittag hatte die Gruppe über 180 Mitglieder. Auf der offiziellen Fanseite der Sea of Love auf Facebook wurden zahlreiche kritische Kommentare entfernt.

Quelle: http://fudder.de/artikel/2011/07/18/chaos-bei-sea-of-love-stadt-will-sich-zu-vorwuerfen-aeussern/


Vertreter der Stadt äußern sich zur Sea of Love 2011

Die Freiburger Stadtverwaltung zieht Konsequenzen aus dem Chaos bei der "Sea of Love": Das Techno-Festival soll es in dieser Form nicht mehr geben. Für den Veranstalter könnte die Party teuer werden.

Mit dem Veranstalter "Mehr Seen GmbH" werde die Stadt Freiburg bei der Sea of Love nicht mehr zusammenarbeiten – diese eindeutige Aussage traf Freiburgs Erster Bürgermeister Otto Neideck am Montagmittag auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der Polizei. Die Kritik an der Organisation fiel heftig aus. "Der Veranstalter war überfordert", gab Neideck zu Protokoll und warf den Veranstaltern "mangelnde Kooperationsbereitschaft" vor.

Diese sind seit dem Wochenende, an dem es bei dem von 25.000 Techno-Fans besuchten Festivals zu brisanten Situationen gekommen war, auf Tauchstation. Allein am Samstag war Bela Gurath, verantwortlicher Veranstalter, zu einer kurzen Stellungnahme bereit. Es ist zu hören, dass sich nach dem Marathon-Wochenende die Veranstalter erst einmal sammel und sich in ein bis zwei Tagen zu den Vorwürfen äußern wollen.

Die Stadt Freiburg wirft ihm nun vor, zahlreiche Auflagen nicht erfüllt und Absprachen nicht eingehalten zu haben – und verteidigte sich gegenüber Vorwürfen, das Festival hätte womöglich nicht genehmigt werden dürfen. Der "Mehr Seen GmbH" droht wegen Missachtung der Auflagen ein Bußgeld. Und nicht nur das: Die Stadtverwaltung prüft, dem Veranstalter die Kosten für den Einsatz der Polizei und von Mitarbeitern des Garten- und Tiefbauamtes in Rechnung zu stellen. Die Polizei kritisierte auf der Pressekonferenz in Freiburg, dass die Organisatoren zu wenige Ordner bereitgestellt hätten.

Quelle: http://fudder.de/artikel/2011/07/18/livestream-pressekonferenz-zur-sea-of-love/


Sea of Love 2011 – Stellungnahme des Veranstalters

Liebe Sea Of Love Freunde, Sehr geehrte Stadt Freiburg, leider sind wir als Veranstalter der Sea of Love von der Stadt Freiburg nicht zur heutigen Pressekonferenz eingeladen worden, so dass wir nun auf diesem Weg Stellung beziehen wollen. Wir die MEHR SEEN Festival GmbH, Veranstalter des Sea Of Love Festivals 2011, bedauern zutiefst die Vorkommnisse bei den Nachtveranstaltungen der diesjährigen SEA OF LOVE.

Zum 10-jährigen Geburtstag der Sea Of Love haben wir ein Programm gebucht, das in der Quantität und Qualität in Deutschland, vielleicht sogar in Europa, einmalig war. Das Sea Of Love Festival war immer ein Tagesfestival, einzig im letzten Jahr fand es an zwei Tagen statt. Anlässlich des 10-Jährigen Bestehens wollten wir dem Zuschauer, insbesondere den auswärtigen Besuchern auf dem Campingplatz eine Zusatzveranstaltung nachts in der Messe anbieten.

Es war uns bewusst, dass wir in der Messe eine beschränkte Quantität haben werden. Aufgrund der Erfahrung vom letzten Jahr, sind wir davon ausgegangen, bei der Nachtveranstaltung eine Besucherquote von max. 20% der Festivalbesucher zu haben. Diese Einschätzung erwies sich leider als falsch. Wir müssen aber der Aussage der Polizei widersprechen, laut derer angeblich 10.000 Besucher zusätzlich am Freitag in die Messe wollten. Realistische Einschätzungen von neutralen Beobachtern gehen von maximal 2.000 Gästen aus. Diese sind dann auch wieder in Richtung der Campingplätze abgewandert. Der Polizeieinsatz bei der Sea of Love @ Night am Freitag erfolgte aufgrund einer Gruppe von ca. 200 randalierenden Besuchern. Dank der Polizei konnte dieser Tumult ohne Sach- und Personenschäden aufgelöst werden. Dafür möchten wir uns hier noch einmal ausdrücklich bei der Freiburger Polizei bedanken.

Des Weiteren möchten wir uns insbesondere bei den Besuchern für die Anreise und beim Campingplatz Check-in entschuldigen. Da gibt es nichts zu entschuldigen, das von uns entwickelte Konzept hat nicht gegriffen. Es war zu kompliziert, zu aufwendig und hat letztendlich für den Rückstau und für frustrierte Besucher sowie Anwohner gesorgt.

Wir von der MEHR SEEN GmbH haben ein detailliertes Veranstaltungskonzept erarbeitet, das lange vor der Veranstaltung bei der Stadt Freiburg eingereicht wurde. Dieses Konzept wurde von der Stadt genehmigt und ist von uns «1 zu 1» umgesetzt worden. Wir haben sowohl im Vorfeld als auch während der Veranstaltung ständig den Dialog mit den Behörden gesucht. Auf wiedrige Umstände haben wir sofort reagiert und auch Anregungen umgesetzt.

Es ist richtig, dass der Wunsch des Ordnungsamtes nach “freien Wasserstellen” nicht umgesetzt werden konnte. Dieser Wunsch ist drei Tage vor der Veranstaltung schriftlich angeordnet worden. Auf dem Festival gibt es aber keine Trinkwasseranschlüsse. Und Wassertanks, die wir kurzfristig anmieten wollten, waren einfach nicht zu bekommen. Der Abgabepreis von 0,2l Wasser zu 1,20 Euro ist einmalig in der deutschen Festivallandschaft. Sowohl auf dem Campingplatz als auch in der Messe gab es freie Wasserstellen.

Trotz der genannten Probleme und den schwierigen Wetterbedingungen war die Sea Of Love auch in diesem Jahr ein friedvolles Fest, bei dem die Zuschauer hervorragende Künstler gesehen und gemeinsam gefeiert haben. Trotz der enormen Kosten, insbesondere aufgrund der Gagen, haben wir den Eintrittspreis zum 10-Jährigen Jubiläum nicht erhöht.

Wir möchten uns bei unseren treuen Besuchern ausdrücklich für die oben genannten Probleme bzw. Fehleinschätzungen entschuldigen. Der Stadt Freiburg und der Polizei danken wir für ihren Einsatz und entschuldigen uns für eventuell entstandene Unannehmlichkeiten. Wir werden alles in unserer Macht stehende, alle offenen Fragen und Probleme in den nächsten Tagen aufarbeiten. Hierzu möchten wir alle Beteiligten um Geduld bitten, da aufgrund des starken Regens erhebliche Zusatzarbeit beim Abbau entstanden ist. Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst und werden im Dialog mit den Zuschauern und den Behörden der Stadt Freiburg eine komplette Analyse der Veranstaltung vornehmen.

Wir würden uns wünschen, das man nach der detaillierten Analyse und Aufarbeitung gemeinsam im Gespräch mit den Behörden und der Stadt Freiburg darüber diskutiert, wie und ob man, in welcher Form auch immer, ein erneutes friedvolles Festival in Freiburg realisieren kann.

Mehr Seen Festival GmbH
Neulindernstr. 35
79106 Freiburg

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