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News.de | 10.08.2011 - 15:42:20
Chaos in ther Szene, Pro und Contra-Seiten werden aktiver

Irgendwie kommt das Thema rund um das U60311 nicht zur Ruhe. Denn abgesehen von immer mal wieder neuen Pressemitteilungen, über den eventuellen Fortbestand des Clubs und dessen Geschäftsführung, regt sich vor allem in den sozialen Netzwerken momentan wieder jede Menge.

Das Offensichtliche dabei ist, dass die Lager von Pro und Contra seit einigen Tagen extreme aktive geworden sind. Es entstehen ständig neue Gruppen auf Facebook, die irgend etwas mit dem U60311 zu tun haben und man wird wird mit Einladungen dazu penetriert, vor allem von den Befürwortern. So ist von "U60311 eine Institution muss bleiben" bis zu "Wir sind maßlos entäuscht vom U60311" alles dabei was in irgendeiner Form Pro oder Contra ist. So wurde mittlerweile auch eine Onlinepetition geschaltet, die für den Erhalt des U60311 einsteht. Das Ziel, 10.000 Teilnehmer zu bekommen, dürfte dabei vielleicht etwas hoch gegriffen sein. So hat es die Onlinepetition zur "Aufhebung des Tanzverbots in Hessen" auf grad mal 5773 Teilnehmer geschaft. Seit gestern ist die Petition geschaltet und bisher haben ca. 440 Leute unterzeichnet. Auf der Petitionsseite wurde als  Begründung zu dieser Aktion folgendes angegeben:

Das U60311 muss als Institution für elektronische Tanzmusik bleiben, der Club ist seit vielen Jahren fester Bestandteil und Kult in der Jugendbewegung. Wir die Unterzeichner dieser Petition möchten uns für den Erhalt des U60311 einsetzen, diese Location darf nicht geschlossen werden!

Es kann und darf einfach nicht sein, dass ein Club wie das U60311 geschlossen werden soll! Mit dieser Petition möchten wir der Stadt Frankfurt aufzeigen, dass WIR an einem Erhalt dieses Clubs interessiert sind.

Etwas verwirrend ist diese Aktion schon, da nach letzten Presseberichten die Stadt doch verkünden lies, dass eine Diskothek an dieser Stelle aus Urbanitätsgründen erwünscht ist. Vielleicht lag es aber auch an den widersprüchlichen Meldungen der letzten Tage, in denen ein Ende des U60311 zum März 2012 angegeben wurde. Da aber nach letzter Meldung des Frankfurter Journals, der der geplante Umbau und die Begrünung noch in diesem Jahr stattfinden sollen, darf man davon ausgehen, dass die Location auch weiterhin bestehen bleiben wird. Alles Andere wäre auch irgendwie sinnlos, steht doch eine Summe von 400.000 Euro und mehr dafür im Raum.

Doch vermutlich wurde der Petitionsersteller eher durch eine andere Aktion dazu bewegt, diese ins Leben zu rufen. Denn seit einigen Tagen wird für eine Demonstration  jede Menge Links zu einer Gruppe und einem Event in Facebook gepostet.  Ursprünglich ging es dabei um eine sofortige Schließung des U60311, doch mittlerweile wurde der Name abgeändert in „Demonstration für die Lizenzentziehung der Geschäftsleitung des U60311“.

In der Beschreibung zu dieser geplanten Demo heißt es:

Lee John Heath. Geboren am 27. Oktober 1979. Gestorben am 27. April 2011.

Drei Monate nach dem gewaltsamen Tod eines Gastes in der Frankfurter Diskothek U60311 hat der in die Kritik geratene Techno-Club noch immer geöffnet und wird es auch bleiben. Nach dem brutalen Übergriff am Ostermontag hatte die Stadt Frankfurt zunächst alles daran gesetzt, dem angesagten Club ein Ende zu bereiten. Der damalige Ordnungsdezernent Volker Stein (FDP) sagte: "Wir werden alle rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen, um die Betreiberlizenz zu entziehen. Da ist Gefahr in Verzug." Doch mittlerweile zeichnet sich ein eher zweifelhafter Kompromiss ab.

Der Brite Lee John Heath war am Morgen des 25. April von mehreren Türstehern der Diskothek brutal zusammengeschlagen worden und daraufhin achtlos vor die Tür geworfen ohne sich weiter um ihn zu kümmern. Der 31-Jährige erlag seinen schweren Verletzungen zwei Tage später im Krankenhaus. Drei Türsteher sitzen seit dem Vorfall in Untersuchungshaft, die Ermittlungen ziehen sich hin.

Eigentlich wollte die Stadt das U60311 bis Ende Juli schließen lassen, spätestens jedoch bis Jahresende. Aus dem Vorhaben wird nun nichts. Stattdessen laufen Verhandlungen zwischen Stadt und Disko-Chef. Eger sieht sich vielmehr selbst als Opfer. "Leider wurde durch destruktives Handeln der Täter ein Unternehmen, ein Arbeitgeber und ein Treffpunkt im Frankfurter Nachtleben massiv beschädigt", heißt es am Ende einer Erklärung auf der Homepage des Clubs. (Quelle, toxic family)

Es ist unglaublich dass nach dem Tod eines Menschen alles weiterhin so läuft wie früher. Die Geldgier übertrifft jede Menschlichkeit. Aus Protest wird diese Demo veranstaltet und wir bitten, dass so viele wie möglich erscheinen.

Hinter dieser Forderung steht vor allem auch die Freundin des verstorbenen Lee John. Stattfinden soll die Demo am 18.08.2011 vorm Rathaus auf dem Römer. Diverse Presseorgane sind bereits informiert und haben Ihre Teilnahme zugesagt.

Die Pro und Contra- Seiten verbreiten momentan Ihre Messages mit viel Energie und dadurch sind natürlich auch die Diskussionen wieder in vollem Gange. Auffällig ist vor allem, dass viele die Geschäftsleitung des U60311 in der Verantwortung sehen möchten und deren Wechsel fordern. Dabei wird nicht nur der Vorfall an Ostermontag zum Vorwurf von falscher Geschäftspolitik  aufgeführt. Es wird teilweise die gesamte Geschäftspolitik des U60311 in Frage gestellt. Teilweise geht dies sogar soweit, dass dies explizit mit Bilder und Texten gegen bestimmte Personen der Geschäftsleitung zum Ausdruck gebracht wird.

Bei den Gegner sind oft auch Leute darunter, die durch persönliche Erfahrungen von einst Pro U60 zu Contra gewechselt sind. Dabei sind vor allem auch viel Emotionen dabei, die bei all den Reaktionen eine ganz großen Rolle spielen. Deshalb sollte man versuchen deren Beweggründe zu verstehen und sie nicht einfach als lächerlich abzutun, was gerne getan wird.

Die Anti-Bewegung die sich momentan  im Netz entwickelt sind keine U60311 Gegner im wirklichen Sinne. Sie wollen nicht wirklich den Club weg haben. Es kristallisiert sich eher heraus, dass viele die Location mögen und gerne wieder dort hingehen würden, doch nur unter dem Vorwand einer komplett neuen tragfähigen Geschäftsführung. Dies zeigten auch diverse Umfragen auf Facebook, wo der Wunsch nach einer neuen Geschäftsleitung eindeutig vorne lag.

Den Machern der Demonstration geht der bloße Wechsel der Geschäftsführung aber nicht weit genug. Man fordert viel mehr, dass diese nie wieder eine Lizenz erhält, um einen Club zu führen, da man eindeutiges Fehlverhalten in der Führung des U60311 sieht, welches den Tod von Lee John dadurch mitzuverantworten haben soll.

Das ein Veränderung im U60311 bevorsteht, dass pfeifen die Spatzen mittlerweile von den Dächern. Da aber bisher kaum Greifbares bekannt wurde und die Medienberichte zum Teil auch etwas widersprüchlich daherkommen, ist es schon verständlich, dass die Gemüter auf der Pro wie auch Contra-Seite unzufrieden sind.

Bei all den Reibungen die dadurch entstehen wünschten wir uns aber, dass der Umgang miteinander kommunikativer wäre anstatt immer gleich aggressiv zu sein, wie es zum Teil der Fall ist. Man wünschte sich, dass vor allem versucht wird Dinge zu hinterfragen und man sich mehr informiert, bevor man wild drauf los pöpelt und teils beleidigend wird. Es gibt für jede Meinung einen Ursprung und wenn man diesen Ursprung erklären kann, dann sollte man zu hören, um ihn zu verstehen.

Denn "lächerlich" ist an den Zustand unserer Szene, wenn es um das U60311 geht, rein gar nichts. Im Gegenteil es ist verdammt traurig, wie sich alles entwickelt hat und mit welchen Folgen wir alle momentan konfrontiert werden.  Diese Situation ist jenseits von „normal“ und der Vorfall vom Ostermontag ist nicht der alleinige Grund.  Vielmehr war er  der „unschöne“ und vor allem „tragische“ Katalysator, der den Stein ins Rollen brachte.  Dies zeigen viele, viele Reaktionen im Netz und man bekommt es in vielen Gesprächen mit, wenn man des Nachts unterwegs ist. Der Graben ist groß geworden und die Tendenzen der Antipatien sind überall spürbar.

Es bleibt also abzuwarten. Sollte wie angekündigt ein Wechsel der Geschäftsführung zum Oktober erfolgen, dann könnte diese vielleicht endlich wieder Frieden bringen in unserer Szene. Momentan sind die Gemüter allerdings auf beiden Seiten stark erregt, was nicht gerade förderlich ist für ein harmonisches Miteinander. Vielleicht bringt ja die angekündigte Demonstation ein paar Antworten mehr hervor, weil die Stadt sich genötigt sieht etwas zum Thema beizutragen. Wir werden es sehen.

Heute ist zu besagten Thema auch noch mal ein Bericht in bei der Frankfurter Rundschau erschienen. Leider macht dies die Verwirrung nicht weniger.

U 60311: Der Tanz geht weiter

Nach einer tödlichen Schlägerei vor dem unterirdischen Club am Roßmarkt kündigte die Stadt dem Pächter. Doch der weigert sich zu gehen. Die Witwe des Getöteten ist empört - und ruft zu einer Demo auf.

Am kommenden Samstag wird es im „U60311“ wieder hoch hergehen. DJ Toni Rios legt auf. Der Mann ist in der Szene eine große Nummer. Sechs Stunden lang will er Beats der 90er Jahre spielen. Die Musik soll an das legendäre „Omen“ erinnern, das 1998 geschlossen wurde. Im „U“ dürfte es am Samstagabend knackevoll werden.

Ginge es nach Alfred Gangel, würde am Samstag niemand in dem unterirdischen Club am Roßmarkt auflegen. Der Leiter des Liegenschaftsamts hat dem Geschäftsführer des „U 60311“, Alexander Eger, mit Wirkung zum 31. Juli gekündigt. Das Problem: Eger denkt offenbar gar nicht daran, die Räume zu verlassen.

Anlass für die außerordentliche Kündigung war der Tod des Briten Lee John H. Er hatte in der Nacht zu Ostermontag den Club besucht und war von drei Türstehern zusammengeschlagen worden. So lautet zumindest der Vorwurf der Staatsanwaltschaft. H. starb an seinen schweren Verletzungen.

Stadtrat Volker Stein (FDP), damals noch Ordnungsdezernent, entschied, das Vertrauen der Stadt in Eger sei zerstört. Das Liegenschaftsamt als Eigentümer des Kellergewölbes schickte dem Betreiber daraufhin gleich zwei Kündigungen. Die außerordentliche zum 31. Juli und – falls Eger dagegen erfolgreich klagen sollte – eine reguläre Kündigung zum Ende des Mietverhältnisses am 31. Dezember dieses Jahres. Eger aber habe der Stadt gegenüber klargemacht, „dass er so einfach nicht rausgehen wird“, sagt Mark Gellert, Sprecher des städtischen Planungsdezernats. Seine Weigerung beziehe sich auch auf die Kündigung zum Ende des Jahres.

Offenbar spielt Eger, der am Dienstag für eine Stellungnahme nicht zu erreichen war, auf Zeit. Denn die Stadt ist sich ziemlich sicher, dass sie mit einer Räumungsklage Erfolg hätte. Doch sollte Eger den Rechtsweg ausschöpfen, wovon das Planungsdezernat nach einem Gespräch mit dem Club-Betreiber ausgeht, dann vergingen bis zur Schließung des „U 60311“ noch mindestens anderthalb Jahre.

Demo gegen die Partys

Für Jessica E. ist diese Vorstellung nicht zu ertragen. Die Lebensgefährtin des getöteten Briten sagt: „Herr Eger darf nie wieder einen Betrieb aufmachen – weder in Frankfurt noch woanders.“ Dass die Partys im „U 60311“ weitergehen, ist für sie ein Skandal. Für Donnerstag, 18. August, ruft sie zu einer Demonstration auf, um die Verantwortlichen im Rathaus zum Handeln zu bewegen. Beginn ist um 17 Uhr am Römer. E., die ihren Protest vorwiegend über das Netzwerk Facebook organisiert, rechnet mit mindestens 300 Teilnehmern.

Unterdessen verhandelt die Stadt mit Eger, um doch noch eine einvernehmliche Lösung zu finden. In dem Keller solle weiterhin eine Diskothek betrieben werden, sagt Gellert. Mehrere mögliche Betreiber hätten sich bereits gemeldet. Gellert hofft darauf, dass sich der künftige Pächter mit Eger über den Übergang der Räume und mögliche Abstandszahlungen einigen wird. Dann wäre das „U 60311“ vermutlich ganz schnell geschlossen. Bis dahin aber wird weiter getanzt.

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