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News.de | 04.09.2012 - 13:53:59
Immer die selben Phrasen und erste Reaktion aus den Reihen der Mitglieder

Der Gema geht der Arsch auf Grundeis. Anders kann man diese interne Mobilmachung der Mitglieder nicht bezeichnen. Doch von Anfang an:

Gestern erreichte mich von mehreren Gema-Mitgliedern aus unserer Szene die Weiterleitung einer Mail der Gema-Direktion an seine Mitglieder. Laut Mail ging diese Mail aber nur an ca. 33.000 Mitglieder.  Wenn man jetzt gehässig wäre könnte man behaupten, dass der fehlende  Rest von 32.000 Mitgliedern wohl in einem Alter sei, bei dem E-mail, Computer und Co. nicht wirklich beliebt sind.  Aber wir sind ja nicht gehässig, deshalb hoffen wir die Gema macht die Post glücklich und verschickt Ihre Propaganda per 32.000 Briefe an den Rest.

Hab ich Propaganda gesagt? Oh Entschuldigung. Aber mir fällt kein anderes Wort ein, denn beim Durchlesen der E-Mail und dem beigefügten PDF ist mir nichts anderes in den Kopf gekommen. 

Im Anschreiben wird auf eine recht manipulative Art und Weise versucht wird, uns Demonstrierende als das Böse darzustellen. Man gewinnt zudem den Eindruck, dass die Gema über das geltende Versammlungsrecht in Deutschland „not amused“ ist.

Zitat: „Ein rechtliches Vorgehen der GEMA dagegen ist - auch wenn von den Organisatoren vielfach mit falschen und polemischen Behauptungen gearbeitet wird - aufgrund des grundgesetzlich gewährleisteten Versammlungsrechts nicht möglich.„

Das hat gesessen. Offener konnte man gar durchblicken lassen wie sehr die Gema hasst, was hier in Deutschland gerade passiert und dass ihr rechtlich die Hände gebunden sind. Und aus diesem Grund heißt es des Weiteren, es wird sich kommunikativ sowie medial im Vorfeld darauf  über Interviews, Statements und lancierte Medienberichte vorbereitet.

Dabei soll wohl jenes beigefügten PDF helfen, welches mit denselben inhaltlichen Phrasen und veralteten Ansichten daher kommt, wie es auch schon der personifizierte Imageschaden und Pressesprecherin der Gema Gaby Schilcher des Öfteren kund getan hat. Wer also dachte die Gema hätte ihre Argumente und Aussagen den kritischen Stimmen gegenüber mal überarbeitet, der täuscht sich. Dieselben teils fragwürdigen Ansichten und veralteten Thesen, wie wir sie seit April diesen Jahres in den Medien von der Gema zu hören bekommen haben, werden auch hier aufgeführt.

Dies dürfte den Kritikern der Tarife nur zu Gute kommen und der mediale Schaden durch dieses Propagandastück an seine Mitglieder macht sich auch schon durch viele Blogs im Netz bemerkbar.

Stattdesssen will man im Netz gegenhalten. Zitat: "Die Dynamik in den Social-Media-Kanälen verfolgen wir mit einem erweiterten Backup-Team, das hier schnell und schlagkräftig posts und tweets kommentiert und die Diskussion rund um die Demo sachlich steuert."

Man hätte meinen können, die Gema hätte aus den bisherigen PR-Desastern gelernt und ihre Argumentationsweise im PDF für die Mitglieder überarbeitet und angepasst. Doch leider scheint dieser Apparat nicht wirklich dafür ausgelegt zu sein, flexibel zu agieren. Na ja, wen wundert es, zeigt es doch eigentlich nur, dass hier eine GEMA-REFORM und keine Tarif-Reform von Nöten wäre.

From: GEMA-Information
To: xxx@xxx.xxx
Sent: Monday, September 03, 2012 7:47 PM
Subject: Anti-GEMA-Demonstrationen am 06.09.: Hintergrundinformationen und Fakten

Liebe Mitglieder,

sicherlich haben Sie bereits aus der aktuellen Presseberichterstattung oder auf diversen Social-Media-Plattformen erfahren, dass für den 6. September 2012 an fast allen GEMA-Standorten und weiteren deutschen Städten Demonstrationen gegen die Tarifreform angekündigt sind  so in Berlin, Dortmund, Dresden, Frankfurt, Leipzig, München, Nürnberg, Stuttgart.

Worum geht es?

Hauptveranstalter des Anti-GEMA-Tages am 06.09. ist das Aktionsbündnis Kultur-retten.de. Auf einer Kampagnenwebsite wird zu einer Demo zeitgleich an fast allen GEMA Standorten aufgerufen. Gefordert wird, die ab 2013 gültige Tariferhöhung zu verhindern, da diese die kulturelle Vielfalt im gesamten Veranstaltungssektor bedrohe und eine Vielzahl von Arbeitsplätzen im Veranstaltungsbereich gefährde. Der Veranstalter will mit der Website Kultur-retten.de eine Kommunikationsplattform und ein Netzwerk für alle bieten, deren Existenz direkt von den neuen Tarifen gefährdet sei. Der Tag wird über lokale Bündnispartner organisiert, die wiederum auf verschiedenen Kanälen zur Demo aufrufen und die Menschen mobilisieren. Ein zentraler Kanal ist hier Facebook. Aktuell sieht der Ablauf in Berlin und München wie folgt aus:

Wie agieren wir?

Ein rechtliches Vorgehen der GEMA dagegen ist - auch wenn von den Organisatoren vielfach mit falschen und polemischen Behauptungen gearbeitet wird - aufgrund des grundgesetzlich gewährleisteten Versammlungsrechts nicht möglich.

Unser Ziel ist es, die Diskussion zu versachlichen.

Wir bereiten uns kommunikativ sowie medial darauf vor im Vorfeld über Interviews, Statements und lancierte Medienberichte und ein Schreiben an die Diskotheken- und Clubbetreiber. Am Tag selbst laden wir die Presse in alle Bezirksdirektionen und Generaldirektionen zu einem Gespräch ein. Die Dynamik in den Social-Media-Kanälen verfolgen wir mit einem erweiterten Backup-Team, das hier schnell und schlagkräftig posts und tweets kommentiert und die Diskussion rund um die Demo sachlich steuert.

Was können Sie tun?

Einige von Ihnen unterstützen unsere Medien- und Kommunikationsarbeit bereits aktiv in der Öffentlichkeit, in der Politik als auch auf unseren Social-Media-Kanälen GEMAdialog. An dieser Stelle möchte ich mich bei Ihnen ganz herzlich dafür bedanken. Denn: Ihre Argumente, Ihr Eintreten für eine angemessene Vergütung der Urheber und Ihr Wort finden Gehör. Sie als Musikurheber sind in dieser Forderung glaubwürdig.

In der Diskussion um die neuen Tarife ist Ihr Wort als Urheber mehr denn je gefragt.

Um diese Diskussion auch argumentativ zu führen, haben wir für Sie ein Dokument erarbeitet, indem wir die Tarifreform stichpunktartig plakativ zusammengefasst haben. Wir wollen Ihnen damit weitere schlagkräftige Argumente für die Diskussion liefern.

Da unsere Datenbank aktuell leider nur rund 33.000 E-Mail-Adressen umfasst, bitte ich Sie, diese Email und dieses Fact sheet an all jene weiterzuleiten, die diese Informationen womöglich nicht erreicht haben.

Ich danke Ihnen sehr für Ihre Unterstützung und verbleibe mit den besten Grüßen,

Ursula Goebel

Direktorin Marketing

Leitung Kommunikation & PR

GEMA Generaldirektion
Marketing & Kommunikation
Rosenheimer Straße 11, 81667 München
Telefon: +49 89 48003-XXX
Fax: +49 89 48003-XXX

E-Mail: XXX@gema.de
Internet: www.gema.de


 


Mittlerweile gibt es auch schon die erste Antwort aus den Reihen der Mitglieder zur Mail der Gema. So beantwortet Hannes Teichmann, einer der Gebrüder Teichmann, die als DJ- sowie als Produzentteam bekannt sein dürften, die Mail der Gema.
 

Liebe Frau …,

leider kann ich mich Ihren Argumenten nicht anschliessen.
Ja, ich bin selber Urheber, fühle mich aber in vielen Punkten von der Gema eher schlecht vertreten.

Meine Haupteinnahmen sind Gagen aus Live-Auftritten und DJ-Auftritten in Clubs, von denen viele weit über
10 Stunden geöffnet sind. Soweit ich informiert bin, sollen solche Clubs ja für die lange Öffnungszeit nochmal extra bezahlen. Die Clubs in denen ich auftrete sind meist anspruchsvolle Clubs, die grossen Wert auf die Atmosphäre und die Qualität der Musik legen. Oft kommt es deshalb vor, dass neben hohen Gagen für die DJs extra Gagen für Licht, Video und Deko gezahlt wird. Meist werden die Veranstaltungen von externen Veranstaltern durchgeführt, die dafür an den Türeinnahmen beteiligt werden. Von der Tür werden aber erstmal 19 Prozent MwSt. abgezogen, und das obwohl doch die Musik im Vordergrund steht, es sich also bei den DJs und Live-Acts um Künstler im klassischen Sinne handelt, so dass eigentlich 7% MwSt. gerechtfertigt wären.

All diese Punkte alleine stehen für mich schon in einem krassen Gegensatz zu Ihren Argumenten. Der wichtigste Punkt ist für mich in diesem Bereich der Club-Musik allerdings folgender: Da die Auflagen der gespielten Tonträger oft weit unter 1000 Stück liegen, bekommen die Künstler (die ja oft selbst als DJs oder Live-Acts auftreten) von der in den – nennen wir sie – anspruchsvollen Elektro-Clubs gespielten Musik nur einen Bruchteil der gezahlten Gema-Gebühren. Auch werden diese kleinen Auflagen, oft noch auf Vinyl, nicht von den automatischen Erfassungs-Systemen erkannt (diese sind allerdings in solchen Clubs meist eh nicht installiert).

Hier beisst sich nun also die Katze in den Schwanz: Die Künstler verdienen Ihr Geld hauptsächlich über die relativ hohen Gagen für Auftritte, da Sie bei der Tantiemen-Verteilung als Urheber ja leider nicht berücksichtig werden. Wenn diese Clubs nun wesentlich mehr Gema-Gebühren bezahlen sollen, geht dieses Geld doch leider nicht an die entsprechenden Künstler, deren Musik in diesen Clubs gespielt wird. Die niedrigeren Gewinne der Clubs werden sich aber sicherlich auf die Künstler-Gagen niederschlagen.

Es wäre toll, wenn bei all dem Gerangel auch mal dieser Punkt berücksichtig würde. In diesem Bereich gibt es nämlich sehr viel zu tun, damit sich auch die kleinen Mitglieder der Gema gerecht behandelt fühlen.

In meinen Augen kann es keine Gleichstellung von anspruchsvollen Musik-Clubs und Diskotheken im klassischen Sinne geben.

Mit besten Grüssen aus Berlin,

H. Teichmann

Quelle: http://www.kraftfuttermischwerk.de

Die De-Bug hat das PDF mal näher betrachtet und ein super Aufschlussreiche Analsyse verfasst, die sich vor allem mit den Angeben Zahlen und der Musikwirtschafts-Studie von 2008 beschäftigt. Lesenswert >> KLICK <<

Auch wird die Argumentation der Gema von findigen Usern im Netz auf ander Weise einwenig aus einandergenommen. Dabei spielt man ein wenig mit Ace Attorney einem Gameboy-Spiel, bei dem es um einen Strafanwalt und seine Fälle geht. EINSPRUCH.

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Eure ToFa


   DJane Lady S
04.09.2012 - 14:37:25  

DANKE DANKE DANKE, DASS IHR EURE LEUTE NICHT IM STICH LÄSST !!! <3
    


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