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News.de | 10.09.2014 - 12:33:21
Es ging nie um die Wiedereröffnung

Am Dienstag den 9.9. trafen sich die Stadt Frankfurt und das U60311 erneut vor Gericht. Das Resultat ist aber noch nicht bekannt. Doch ein paar interessante Fakten gibt es dennoch.

Bisher suggestierte das U60311 seinen Usern vor allem auf Facebook, dass man vor Gericht hart um die Wiedereröffnung des Clubs kämpfen würde. Somit rechtfertigte man auch den ganzen Merchandise-Spam, der seit geraumer Zeit in Massen auf Facebook auftauchte und mit dessen Gewinn man unter anderem angeblich die Gerichtskosten mindern wollte.

Doch wie in einem Bericht der Welt zu lesen ist geht es gar nicht mehr darum, ob der Club wieder aufmacht oder nicht. Es geht ums Geld, was die Geschäftsführung von der Stadt versucht zu bekommen. Hier zwei Zitate aus dem Bericht.

Es geht um viel Geld: Eger hofft, von der Stadt 1,5 Millionen Euro zurückzubekommen…
Hartnäckigen Gerüchten, wonach das U60311 irgendwann wieder öffnen soll, widerspricht Eger. "Ich will nur noch mit blauem Auge davonkommen", sagte er. In der Zwischenzeit veranstaltete Partys wie jüngst im Katana-Club könnten die Kosten höchstens abmildern. U60-Partys und die Tour werde es zwar noch geben. Er verdiene sein Geld aber inzwischen anders.

Lest den ganzen Bericht und macht Euch ein Bild. Denn scheinbar ging es die ganze Zeit nicht um die Wiedereröffnung, sondern doch nur ums Geld.

Update 10. September 2014

Heute am 10.09. sind weiter Infos zur Verhandlung veröffentlicht wurden.

So berichtet die Welt,  dass die Stadt ihre Immobilie nun wieder betreten darf. Sie muss in den Räumen allerdings alles unverändert lassen. Lediglich der Rückbau des oberirdischen  Bau beim Juwelier ist ihr gestattet.

Die Kommune vertrat bei der Verhandlung die Ansicht, dass das Inventar allenfalls 74.000 Euro wert sei.

Zu den damaligen Interessenten, die den Club übernehmen wollten gab es auch einige Informationen. So schrieben die Welt und Bild, dass Günter  J. (51) ein früherer langjähriger U60311-Gast, sich bei der Stadt um den Club bemühte. Zur Finanzierung der Übernahme hieß es: „er habe Geld bei Freunden und den 43000 Facebook-Fans sammeln wollen.“ Allerdings habe er das Inventar noch nicht überprüft, was eigentlich als erstes hätte geschehen müssen.

Der 2. Interessent Maximilian U. (31)  wird mit den Worten „Meine Mama hätte das finanziert“ zitiert. Auf kritische Fragen des Anwalts der Stadt gibt er zu, dass er keine Erfahrung in der Gastronomie habe und sich auch nicht mit der Sicherheit bei Events auskenne. Doch er wollte ohnehin nicht als Geschäftsführer fungieren. Diese Rolle sollte sein Geschäftspartner Sammy M. übernehmen. Dieser konnte das Gericht am Dienstag aber nicht mehr anhören. Untypisch hatte sich dieser ohne offizielle Abmeldung wegen eines angeblichen Termins entfernt.  Der Richter Kommentierte dies mit den Worten "Das habe ich auch noch nicht erlebt, dass ein Zeuge einfach geht". Eventuell kommt nun auf den Zeugen eine Zahlung eines Ordnungsgelds zu.

Die Verhandlung wurde vertragt. Eine Fortsetzung soll im November oder Dezember erfolgen. Damit bleibt auch weiterhin der Endlosstreit mit der Stadt bestehen und weitere Monate ziehen ins Land.  Eines ist aber scheinbar gewiss. Es geht vor Gericht nicht um die Chance einer Wiedereröffnung. Vielmehr geht um den Abschluss und ein endgültiges Urteil, in dem es lautet: die Stadt muss zahlen oder nicht. Am Ende bleibt die Location als U60311 aber geschlossen. Denn die Frage nach einem Nachfolgebetreiber des Clubs unter diesem Name, steht  und stand scheinbar nie auf der Tagesordnung.

Dies dürfte eine herbe Entäuschung für die Fans sein, wurde ihnen doch immer wieder Hoffnung unter anderem auf der Fanseite in Facebook gemacht.

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